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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  1  a

etwas  ungewöhnliche  Punct  der,  dass  der  von  oüx  sar'  abhängige  Relativsatz ­
  nicht,  wie  es  die  gewöhnliche  Wortstellung  verlangt,  mit  dem
relativen  Pronomen  beginnt,  sondern  mit  dem  Worte  ’Oöuaijeö?,  so
dass  wir  die  Construction  der  euripideiscben  Stelle  durch  folgende
Interpunction  anschaulich  machen  können:  oüx  sar',  'Oövaasvg  6  n
ae  y.ap.s  kvixkvbl  =  non  est,  Ulixes  quo  te  laedat  <).  Kühner  sagt
Sophokles  0.  T.  427  f.  ggii  ydp  ovy.  eartv  ßporöjv  xäxtov  Gang  £y.rpißr,asrai
  rrors,  wo  nicht  blos  der  Relativsatz  nach  oüx  sariv  nicht  das
Relativum  an  der  Spitze  hat  (die  Worte  ßpcrüv  y.d/.iav  sind  ja  Theile
des  Relativsatzes),  sondern  obendrein  ein  entschieden  dem  Relativsatze ­
  angehöriges  Wort,  nämlich  der  von  v.dv.w  abhängige  Genitiv
aoO,  dem  regierenden  Satze  vorangestellt  ist,  so  dass  der  Relativsatz
durch  das  eingeschobene  oüx  Icrriv  in  zwei  Theile  zerschnitten  wird.
Aber  diese  eigenthümliche  Verschränkung  der  Wörter  war  nur  deshalb ­
  möglich,  weil  als  Suhject  von  odx  Sariv  stillschweigend  rig
ergänzt  wird,  worauf  sich  oang  zurückbezieht.  Aber  an  unserer  Stelle
würde  nach  Ronitz's  Erklärung  räiv  drc'  Ücdmou  xaxcöv  (als  ein  von
o  Tt  abhängiger  partitiver  Genitiv)  entschieden  zu  dem  ersten,  'Lsiig
entschieden  zu  dem  mit  ökoigv  eingeleiteten  zweiten  Satze  gehören
und  unter  solchen  Umständen  ist  die  Herüberziehung  des  Suhjects
des  zweiten  Satzes  'Lsitg  in  den  ersten  regierenden  Satz,  in  welchem
es  völlig  beziehungslos  stehen  würde,  unwahrscheinlich.  Möglich
wäre  ausser  der  regelmässigen  Wortstellung  nur  noch  folgende  Stellung ­
  des  Wortes  Lsug:  dp'  gigS'  5  ri  röjv  drc'  Oiü'uzgu  xaxoov  (sc.
sartv),  Zsvg  gkgTgv  x.  r.  A.
Seither  sind  nun  noch  andere  Vorschläge  aufgestellt  worden.
Lange  ergänzt  zu  gtxgIov  oü^i  den  Aorist  srslsas  als  Gegensatz  zum
Futurum  rsiel  und  erklärt:  „Nostine  Jovem,  quäle  ab  Oedipodis
ruinae  tempore  non  perfecit,  tale  malum  nohis,  dum  adhuc  vivimus,
esse  perfecturum“.  Einen  anderen  Weg  hat  Ludwig  (Zeitschr.  f.  d.
österr.  Gym'n.  XII,  S.  192)  eingeschlagen.  Indem  er  zu  ort  r Lsug  das
Verbum  sariv  ergänzt  und  gugigv  in  6g  kgXgv  verändert,  gelangt  er  zu
folgender  Erklärung:  „Weisst  du,  dass  Zeus  es  ist,  der  alle  Leiden  auf
uns  häuft?“  Was  Ludwig  zur  Rechtfertigung  seiner  Conjectur

*)  Es  zeigt  also  diese  Stelle  nichts  auffallenderes,  als  was  jede  Stelle  zeigt,  an  welcher
das  relative  Pronomen  oder  Adverb  nicht  an  der  Spitze  des  Satzes  steht,  z.  ß.  0.  T.
990  Mcporcyjs,  WoXvßog  vj£  wxei  p.g/ra.
            
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