Kviünla, Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles. 4-11
Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
Von Johann Rvicala,
*• o. Professor der classiselien Philologie au der Prager Universität.
Ant. V. 2 1'.
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Bonitz hat die verschiedenen Versuche, diese vielbesprochenen
Verse zu erklären, einer gründlichen Prüfung unterworfen, deren Resultat
ein doppeltes ist, ein negatives und ein positives. Das negative
Resultat ist, dass alle früheren Versuche unhaltbar sind; das positive,
dass mit dem Scholiasten und der handschriftlichen Überlieferung 5 n
und nicht ori zu lesen ist. Letzteres haben zwar schon früher manche
Gelehrte erkannt, aber Niemand hat so evident wie Bonitz dargethan,
dass ört unmöglich ist und dass wir mit Nothwendigkeit auf o rt
zurückgewiesen werden. Aber der von Bonitz aufgestellten Erklärung,
nämlich der Annahme der Ellipse von iazi und der Construction
dp' olaS' o ri rtüv ärz' 0Idirzov xaxtöv (sc. ioriv), gkoXgv ovy_i Zzvg
vüv in ’Clogcuv rs'/.eX steht die Stellung des Wortes ZsOg entgegen.
V enn Bonitz bemerkt, „die Stellung des Wortes ZsOg darf nicht als
Hindernis gegen die Construction betrachtet werden, vgl. Eur. I. A.
821: ovx iar' ’Odvaasiig d n at xdp.i Krjp.mil“: so darf nicht übersehen
werden, dass zwischen beiden Stellen ein wesentlicher Unterschied
stattfmdet, wie Lange in der „disputatio de Sophoclis Antigonae
initio“ (Gratulationsschrift zu Welcker’s Jubiläum. Giessen,
1889) dargethan hat. In der euripideischen Stelle ist der einzige
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