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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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S  i  c  k  e  I

besseren  Rechte  der  betreffenden  Kirchen  zu  thun,  oder  liegt  in  der
abweichenden  Fassung  dieser  Immunitäten  auch  nur  eine  weitere
Ausführung  von  allgemein  gütigen  Bestimmungen,  welche  also  zur
Erklärung  dieser  dienen  kann,  vor?
Es  kommen  in  dieser  Hinsicht  die  Immunitäten  für  Metz  und
Trier  in  Betracht*).  In  ihnen  werden  die  von  Alters  her  genossenen
Rechte  so  angegeben:  ut  nullus  ex  iudicibus  puhlicis  in  curtes  ecclesiae
  .  .  .  ingredi  non  presumeret  aut  aliquod  ibidem  generare  detriraentum,
  nec  homines  eorum  per  mallobergos  publicos  nec  per  audientias
  nullus  deheret  admallare  aut  per  aliqua  iniqua  ingenia  presumeret
condemnare  nec  freda  .  ..  exactare  ..  .  sed  in  eorum  privatas  audientias
  agentes  ipsius  ecclesiae  unicuique  de  repudiatis  conditionihus
directum  facerent  et  ah  aliis  simulque  perciperent  veritatem,  et  ubi
fredum  ipsi  agentes  aut  reliqui  homines  memoratae  ecclesiae  accipiebant,
  freda  ad  ipsa  loca  sanctorum  deberent  .  .  .  pvoficere  in
augmentum;  pari  modo  et  si  homines  eorum  pro  quolibet  excessu
cuiuscumque  fredum  exsolvebant,  fredus  qui  exiude  in  publicum  sperari
  potuerit  ad  ipsas  ecclesias  fuisset  concessum.  Bestätigt  werden
nun  diese  alten  Rechte  von  Karl  d.  G.  mit  denselben  Worten,  die  in
anderen  Urkunden  gebräuchlich  sind:  iubemus  ut  neque  vos  neque
juniores  ...  in  curtes  ipsius  ecclesiae  .  .  .  nulla  freda  .  .  .  exigere  .  .  .
vel  qualecunque  ingenium  aut  aliquod  detrimentum  generare  penitus
ingredi  non  deberetis,  so  dass  also  offenbar  der  zweite  Satz  dasselbe
besagen  soll  als  der  erste.  Dazu  kommt  noch,  dass  die  weitere  Confirmation
  Ludwig's  für  Trier  ß.  284 2 ),  indem  sie  den  Inhalt  der  von
Karl  nach  dem  Vorgänge  seiner  Vorfahren  verliehenen  Immunität
angeben  will,  sich  zum  Tlieil  der  in  jenem  ersten  Satze  vorkommenden ­
  Worte  bedient:  (in  qua  auctoritate  Karoli  insertum  erat)  ut
nullus  per  mallobergos  nec  per  aliqua  ingenia  eiusdem  ecclesiae
homines  admallaret  neque  freda  .  .  .  exigere  .  .  .  presumeret,  in  der
Conclusion  aber  wieder  nur  die  in  allen  Formeln  und  Urkunden  dieser
Zeit  gebräuchlichen  Ausdrücke  anwendet.  Ich  glaube  aus  diesem  Verhältnisse ­
  der  zusammengehörigen  Stellen  folgern  zu  dürfen,  dass  auch
1 )  B.  z.  D.  3,  223.  —  Ich  lege  im  folgenden  die  Worte  von  B.  65  zu  Grunde,  emendire
  sie  aber  hier  und  da  mit  Hilfe  der  zweiten  Urkunde,  für  die  ich  wieder  neben
dem  Texte  Beyer’s  die  von  Waitz  mitgetheilten  Lesarten  benutze.
2 )  Für  Metz  liegt  eine  solche  nicht  vor;  Metz  ist  also  zu  den  B.  z.  D,  3.  231  aufgezählten ­
  »Kirchen  nachzutragen.
            
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