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S i c k e I
besseren Rechte der betreffenden Kirchen zu thun, oder liegt in der
abweichenden Fassung dieser Immunitäten auch nur eine weitere
Ausführung von allgemein gütigen Bestimmungen, welche also zur
Erklärung dieser dienen kann, vor?
Es kommen in dieser Hinsicht die Immunitäten für Metz und
Trier in Betracht*). In ihnen werden die von Alters her genossenen
Rechte so angegeben: ut nullus ex iudicibus puhlicis in curtes ecclesiae
. . . ingredi non presumeret aut aliquod ibidem generare detriraentum,
nec homines eorum per mallobergos publicos nec per audientias
nullus deheret admallare aut per aliqua iniqua ingenia presumeret
condemnare nec freda . .. exactare .. . sed in eorum privatas audientias
agentes ipsius ecclesiae unicuique de repudiatis conditionihus
directum facerent et ah aliis simulque perciperent veritatem, et ubi
fredum ipsi agentes aut reliqui homines memoratae ecclesiae accipiebant,
freda ad ipsa loca sanctorum deberent . . . pvoficere in
augmentum; pari modo et si homines eorum pro quolibet excessu
cuiuscumque fredum exsolvebant, fredus qui exiude in publicum sperari
potuerit ad ipsas ecclesias fuisset concessum. Bestätigt werden
nun diese alten Rechte von Karl d. G. mit denselben Worten, die in
anderen Urkunden gebräuchlich sind: iubemus ut neque vos neque
juniores ... in curtes ipsius ecclesiae . . . nulla freda . . . exigere . . .
vel qualecunque ingenium aut aliquod detrimentum generare penitus
ingredi non deberetis, so dass also offenbar der zweite Satz dasselbe
besagen soll als der erste. Dazu kommt noch, dass die weitere Confirmation
Ludwig's für Trier ß. 284 2 ), indem sie den Inhalt der von
Karl nach dem Vorgänge seiner Vorfahren verliehenen Immunität
angeben will, sich zum Tlieil der in jenem ersten Satze vorkommenden
Worte bedient: (in qua auctoritate Karoli insertum erat) ut
nullus per mallobergos nec per aliqua ingenia eiusdem ecclesiae
homines admallaret neque freda . . . exigere . . . presumeret, in der
Conclusion aber wieder nur die in allen Formeln und Urkunden dieser
Zeit gebräuchlichen Ausdrücke anwendet. Ich glaube aus diesem Verhältnisse
der zusammengehörigen Stellen folgern zu dürfen, dass auch
1 ) B. z. D. 3, 223. — Ich lege im folgenden die Worte von B. 65 zu Grunde, emendire
sie aber hier und da mit Hilfe der zweiten Urkunde, für die ich wieder neben
dem Texte Beyer’s die von Waitz mitgetheilten Lesarten benutze.
2 ) Für Metz liegt eine solche nicht vor; Metz ist also zu den B. z. D, 3. 231 aufgezählten
»Kirchen nachzutragen.