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S i c k e I
folgende Bestimmung der Immunität B. 65 für Metz zusammen: illud
addi placuit scribendum ut de tribus causis: de boste publico hoc
est de banno nostro quando publieitus promovetur, et wacta vel
pontes componendum, illi homines bene ingenui qui de suo capite
bene ingenui immunes esse videntur, qui supra terras ipsius ecclesiae
commanere noscuntur, si in aliquo exinde de
bis tribus causis negligentes apparuerint, exinde cum iudicibus
nostris deducant rationes. Wir haben gar keinen Grund anzunehmen,
dass für Metz mit diesen Worten eine Beschränkung der
sonst in der Immunität enthaltenen Rechte ausgesprochen sei und
wir werden später noch sehen, dass dieser in seiner Art einzige
Zusatz in B. 65 doch nur ausspricht, was allgemeine Regel ist, dass
die freien Insassen der Immunitätsherrschaft dem Aufgebote Folge
leisten müssen und dass, falls sie es nicht thun, sie vor dem öffentlichen
Richter zu erscheinen, also auch diesem die Busse zu entrichten
haben. Demnach wäre es eine ausserordentliche Begünstigung
für die Bischöfe von Speier, wenn ihnen das Erträgniss dieser
Heerbannbusse zugewiesen wäre. Betrachten wir nun aber die übrigen
Urkunden die dieses Wort enthalten. Ludwig d. F. sagt in dem
Diplom für Hornbach (Mon. Boica 13% Nr. 18), dass schon Pippin
dem Kloster erlassen habe: freda aut tributa aut censum aut aliqua
exacta vel quascunque redibuciones und Lothar schaltet dann in seine
sonst gleichlautende Bestätigung (ib. Nr. 34) noch ein: censum seu
heribannum etc. i ). Und in B. 354 für Würzburg wird bestätigt,
was Könige und andere der Kirche delegirt: tarn in rehus et marchis
ac decimis nec non et de pagensium vel heribannis. Die Verbindung,
in der das Wort in diesen zwei Urkunden erscheint 2 ), legt doch
gewiss näher, hier an jene aus mehreren Polyptychen, aus LL. 1, 151
a 807 u. s. w. 3 ) bekannte Abgabe, eine Art von Kriegssteuer zu
denken, als an die Heerbannbusse. Und das gilt eben so von der
Speirer Urkunde, wo heribannus neben einer andern speciellen Abgabe
U Ich komme auf diese Urkunden S. 376 zurück.
2 ) S. auch die Schenkung des Herzogs Liutfrid in Zeuss trad. Wizenb. Nr. 12. —
Ob auch de itinere exercitali in der Murbacher Urkunde B. 558 nur diese Bedeutung
hat, ist mir nicht klar.
s ) Guerard Polypt. Innen. 1, 667. — Maurer 1, 469. — Waitz 4, 486. — Roth Feudalität
424. — Vgl. auch die Formeln Roziere 26 und 30, von denen die zweite
übrigens keine Immunitätsformel ist.