Die Funde an der langen Wand bei Wiener-Neustadt.
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Aufnähens der Scheibe auf Zeug oder Leder angebracht; in beiden
Fällen kamen die Buckeln so zu stehen, dass sie ein aufrechtes Dreieck
bildeten. Die Technik an diesen beiden Stücken ist eine ziemlich
primitive; die Platten sind wohl ausserordentlich glatt gehämmert,
Fig. 13.
so dass sie wie polirt erscheinen und es erregte diese Schönheit des
Planiums die Bewunderung der Goldschmiede, die sie sahen; aber
sowohl die Buckeln sind nicht sehr exact herausgetrieben, als auch
die Perlenreihen, die durch das Einschlagen verschiedener Punzen
auf der Bückseite entstanden, keineswegs gleichförmig und nett. Auf
den Rückseiten der Scheiben, welche die Dicke eines Kartenblattes
besitzen, sieht man deutlich die Hammerschläge wie sie getrieben
wurden; die Ränder erscheinen einfach beschnitten und auch nicht
ganz rund, die Löcher blos von aussen gegen innen durchgeschlagen,
so dass an ihren Rändern noch die Grate abstehen. Das Gold erweist
sich ziemlich stark silberhältig, oh von Natur aus oder in Folge eines
absichtlichen Zusatzes ist schwer zu entscheiden. Die grössere
Scheibe wiegt 34 5 / 8 Ducaten, die kleinere 20</ 4 . Sie zeigen eine
schöne, reingelbe Farbe; auf der kleineren hat sich ein dünner, in
Terpentin löslicher Überzug von harziger Substanz, vielleicht durch
eine Föhrenwurzel gebildet.