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v. Sacken
Federkraft wegen Bestandtheile des Gürtels gebildet haben, indem
sie hierdurch eben so einen knappen Anschluss an den Leib als die
Dehnbarkeit des Gürtels bewirkten, in ähnlicher Weise wie die
Fig-s. Messingspiralfedern in den jetzigen Strumpfbändern, Ilosen-I
trägem ü. dgl. Von unbekannter Bestimmung sind drei dünne
1 Vi — 3 Zoll lange Röhrchen , aus zusammengehogenen
Blechstreifen hergestellt, 1'/% Linien im Durchmesser haltend;
sie scheinen die Überkleidung eines Fadens oder Stiftes gebildet
zu haben ; eines derselben besitzt acht ganz kleine Löcher
in regelmässigen Zwischenräumen untereinander; sie sind
aber so fein, dass höchstens ein Haar durchgezogen werden
könnte (Fig. 5).
Von demselben Fundorte und im Charakter, in der Technik, Farbe
der Bronze und der Patina u. s. w. völlig mit dem Dolche übereinstimmend
sind vier Schmuckgegenstände, zwei Arm- und zwei
Fingerringe, die ersteren, 183S gefunden, im Besitze des k. k.Antikencabinetes,
die letzteren ebenfalls Herrn Baron v. Brenner gehörig.
Sie haben alle dieselbe Grundform und scheinen von einer Hand, oder
doch wenigstens aus einer Zeit und derselben
Fabrik herzurühren. Das Princip
bildet die bei den nicht römischen
Bronzen so allgemeine Schneckenoder
Spiralform. Der eine Armring
(Fig. 0), seinem bedeutenden Durchmesser
von 3 Zoll 10 Linien nach finden
Oberarm eines Mannes bestimmt,
besteht aus drei vollen Windungen
eines 10 Linien breiten Bronzestreifens,
der innen glatt ist, aussen mit
einem scharfen Grat in der Mitte versehen,
von da zu beiden Seiten desselben
in sanften Kehlungen gegen den
Rand verlaufend, wodurch die Derbheit gemildert erscheint und der
Ring ein sehr gefälliges Ansehen erhält. Die Enden gehen in Schnecken
aus von drei Umgängen bei 1 3 / 4 Zoll Durchmesser; das Bronzeband
erscheint hier prismatisch gehämmert, sich scharf verjüngend, mit
der Scheide nach vorne gekehrt. Am Oberarm bildete der Ring einen