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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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v.  Sacken

Federkraft  wegen  Bestandtheile  des  Gürtels  gebildet  haben,  indem
sie  hierdurch  eben  so  einen  knappen  Anschluss  an  den  Leib  als  die
Dehnbarkeit  des  Gürtels  bewirkten,  in  ähnlicher  Weise  wie  die
Fig-s.  Messingspiralfedern  in  den  jetzigen  Strumpfbändern,  Ilosen-I
  trägem  ü.  dgl.  Von  unbekannter  Bestimmung  sind  drei  dünne
1  Vi  —  3  Zoll  lange  Röhrchen  ,  aus  zusammengehogenen
Blechstreifen  hergestellt,  1'/%  Linien  im  Durchmesser  haltend;
sie  scheinen  die  Überkleidung  eines  Fadens  oder  Stiftes  gebildet ­
  zu  haben  ;  eines  derselben  besitzt  acht  ganz  kleine  Löcher
in  regelmässigen  Zwischenräumen  untereinander;  sie  sind
aber  so  fein,  dass  höchstens  ein  Haar  durchgezogen  werden
könnte  (Fig.  5).
Von  demselben  Fundorte  und  im  Charakter,  in  der  Technik,  Farbe
der  Bronze  und  der  Patina  u.  s.  w.  völlig  mit  dem  Dolche  übereinstimmend ­
  sind  vier  Schmuckgegenstände,  zwei  Arm-  und  zwei
Fingerringe,  die  ersteren,  183S  gefunden,  im  Besitze  des  k.  k.Antikencabinetes,
  die  letzteren  ebenfalls  Herrn  Baron  v.  Brenner  gehörig.
Sie  haben  alle  dieselbe  Grundform  und  scheinen  von  einer  Hand,  oder
doch  wenigstens  aus  einer  Zeit  und  derselben ­
  Fabrik  herzurühren.  Das  Princip
  bildet  die  bei  den  nicht  römischen
Bronzen  so  allgemeine  Schneckenoder ­
  Spiralform.  Der  eine  Armring
(Fig.  0),  seinem  bedeutenden  Durchmesser ­
  von  3  Zoll  10  Linien  nach  finden ­
  Oberarm  eines  Mannes  bestimmt,
besteht  aus  drei  vollen  Windungen
eines  10  Linien  breiten  Bronzestreifens, ­
  der  innen  glatt  ist,  aussen  mit
einem  scharfen  Grat  in  der  Mitte  versehen, ­
  von  da  zu  beiden  Seiten  desselben ­
  in  sanften  Kehlungen  gegen  den
Rand  verlaufend,  wodurch  die  Derbheit  gemildert  erscheint  und  der
Ring  ein  sehr  gefälliges  Ansehen  erhält.  Die  Enden  gehen  in  Schnecken
aus  von  drei  Umgängen  bei  1 3 / 4  Zoll  Durchmesser;  das  Bronzeband
erscheint  hier  prismatisch  gehämmert,  sich  scharf  verjüngend,  mit
der  Scheide  nach  vorne  gekehrt.  Am  Oberarm  bildete  der  Ring  einen
            
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