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v. Sacke n
cylindrischer Theil von nur 1 s/ 4 Zoll. Es ist bekannt, dass bei allen
schönen Schwertern und Dolchen aus Bronze der eigentliche Griff
ausserordentlich klein ist, doch beträgt seine Länge gewöhnlich
2—2i/o Zoll, bei dem in Rede stehenden erscheint er aber nur für eine
besonders zarte Hand geeignet. Der scharfe Rand der untern Scheibe
widerspricht der Annahme, dass man den Dolch so gehalten hätte,
wie es noch jetzt hei den
Peruanern der Brauch ist,
welche den Knauf in die
holde Hand legen, gegen
den Ballen stemmen und die
beiden ersten Finger ausgestreckt
auf die Klinge legen,
wodurch man das Handgelenk
beweglich erhält und
mit der Walle wie mit einem
Degen pariren und fechten
kann. Der cylindrische Theil
ist des sichereren Anlassens
wegen der Quere nach geriffelt,
so dass 16 Ringe ent-Fig.
2.
stehen; ober und unter denselben sieht man wieder eingravirte Spitzen.
Die untere Fläche der Scheibe (Fig. 2 in Naturgrösse) zeigt die
im Bronzealter so beliebten Ornamente: concentrische Kreise, 13 an
der Zahl, am Rande zwei schmale Bänder, eines mit Zickzack, das
andere mit parallelen Strichelchen ausgefüllt. Die Kreise sind nicht
eingravirt oder mit einem Punzen eingeschlagen, da sie hei gleicher
Tiefe verschiedene Breite und andere Unregelmässigkeiten haben,
sondern sie sind mitgegossen, wurden also schon auf dem Modelle
angebracht, und zwar nicht mit einem Model eingedrückt, sondern
aus freier Hand gemacht, was eben aus den kleinen Verschiedenheiten
hervorgeht; dem eigenthiimlichen Charakter nach bestand das Modell
aus Wachs. In der Mitte der Scheibe, welche einen Durchmesser
von 25 Linien hat, sieht man die Höhlung des Griffes, von Spitzen
umrahmt, die wieder in das Modell eingegraben wurden; wahrscheinlich
war hier ein Knopf aus anderem Stoffe, etwa aus Gold,
Elfenbein oder Edelstein eingesetzt; es steckt noch Holz, welches
zur Befestigung desselben diente, in der Höhlung.