Die Funde an der langen Wand bei Wiener-Neustadt.
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Andrerseits sind von der Untersuchung der Funde in Russland
und dem westlichen Theil Nordasiens, namentlich der Tschudengräher
wichtige Aufschlüsse zu erwarten, da der grösste Theil der
europäischen Einwanderungen aus Asien nördlich des Kaukasus stattfand.
Ohne mich weiter in die Erörterung dieser höchst schwierigen,
keineswegs noch gelösten Frage einzulassen, die ich einer anderen
Gelegenheit Vorbehalte, muss ich nur bemerken, dass gerade die
österreichischen Länder vermöge ihrer geographischen Lage und
wegen ihres Reichthumes an Metallen, des Überflusses an Kupfer,
Gold, selbst Zinn (im Erzgebirge) für diese Periode und die erwähnte
Frage von besonderer Bedeutung sind. In der That haben wir aus
allen Theilen der Monarchie eine sehr beträchtliche Menge von Bronzealterthümern
aufzuweisen, an denen insbesondere Ungern und Böhmen
reich sind, während Ober-Österreich, Steiermark, Kärnten sich durch
die Eleganz der allerdings aus der späteren Zeit des Bronzealters herrührenden
Producte auszeichnen. Die Funde mehren sich in wahrhaft
überraschender Weise. Auch das zwischen den genannten Ländern
liegende Nieder-Österreich hat sein Contingent gestellt, sowohl der
von Bojern bewohnte Theil jenseits der Donau, als die südlich derselben
gelegenen Gebirgsgegenden.
Eine sehr merkwürdige Fundstelle ist die an der langen
Wand, südwestlich von Wiener-Neustadt. Schon der Charakter der
Gegend bietet sowohl in landschaftlicher als geologischer Beziehung
vielfaches Interesse.
Die lange, oder sogenannte Heissenstammische Wand ist ein
3200 Fuss hoher, lang gestreckter, von Südwest gegen Nordost sich
hinziehender Berg, zwei Meilen westlich von Neustadt; gegen Osten
fällt er seiner ganzen Länge nach steil ab und bildet fast ununterbrochen
über eine Meile fortlaufende Felswände. Am Fusse breitet
sich ein reizendes, wohl behautes Thal aus, die neue Welt genannt,
mit den Ortschaften Zweiersdorf, Mahrersdorf und Mutlnnansdorf;
westlich von den Felsenabstürzen der Wand begrenzt, ist es von den
anderen Seiten von waldigen Hügeln umgeben, welche die letzten
Gebirgsausläufer gegen die grosse Ebene — das Steinfeld, bilden.
Die neue Welt stellt sich.so offenbar als ein isolirtes Seebecken dar;
deutlich erkennt man den tief eingeschnittenen Abfluss des ehemaligen
Sees hei Emerberg, indem noch jetzt die Fischa lliesst. Die Länge
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