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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  e  i  f  L'  er  scheid

B  i  bliot  h  e  ca  patr  u  m  Lati  n  o  r  u  m  It  all  ca.
Von  August  Reifferscheid.
VORREDE.
Die  Bibliotheca  patrum  Latinorum  Italica  verdankt  ihre  Entstellung
dem  mir  von  der  kaiserlichen  Akademie  der  Wissenschaften  zu  Theil
gewordenen  Auftrag,  für  die  von  derselben  vorbereitete  neue  Ausgabe
der  lateinischen  Kirchenschriftsteller  der  ersten  sieben  Jahrhunderte
die  italienischen  Bibliotheken  zu  untersuchen  und  über  die  Resultate
meiner  Nachforschungen  von  Zeit  zu  Zeit  Bericht  zu  erstatten.  Die  Bibliotheca
  wird  daher  ein  kritisches  Inventar  der  wichtigem  patristisclien
  Handschriften  Italiens  nach  den  einzelnen  Bibliotheken  geordnet
enthalten.  Was  die  Aufeinanderfolge  der  Bibliotheken  betrifft,  so  ist
dieselbe,  da  kein  wesentlicher  Nachtheil  dadurch  entsteht,  lediglich
durch  äussere  Umstände  bestimmt.
Schon  gleich  zu  Anfang  der  Untersuchung  kam  ich  zu  der  Einsicht, ­
  dass  bei  der  überaus  grossen  Anzahl  alter  Handschriften  dieser
Art  von  einer  genaueren  Beschreibung  der  diesseits  des  ersten  Jahrtausends ­
  unserer  Zeitrechnung  liegenden  keine  Bede  sein  kann.  Demgemäss ­
  werden  die  Inventare  der  einzelnen  Bibliotheken  nur  diejenigen
Handschriften  vollständig  enthalten,  welche  älter  sind  als  das  eilfte
Jahrhundert:  bei  den  jüngeren  werde  icb  dagegen  ein  eklektisches  Verfahren ­
  beobachten.  Indess  behalte  ich  mir  vor,  am  Schlüsse  des  Ganzen
ein  genaues  Verzeichniss  derjenigen  unter  ihnen  zu  geben,  welche
Schriften  enthalten,  die  nicht  durch  ältere  Handschriften  in  Italien  vertreten ­
  sind.  An  demselben  Orte  werde  ich  die  Ilomiliarien,  Lectionarien
  und  Martyrologien,  welche  meistens  schon  durch  ihr  Alter  von  dem
eigentlichen  Inventar  ausgeschlossen  werden,  einer  besonderen  Besprechung ­
  unterziehen.
Mein  ursprünglicher  Plan  war,  den  einzelnen  Tlieilen  des  Verzeichnisses ­
  mit  Benutzung  der  wichtigen  Anhaltspuncte,  welche  die
Handschriften  selbst  an  die  Hand  geben,  eine  Geschichte  der  betreffenden ­
  Bibliotheken  vorzusetzen.  Aber  ich  machte  bald  die  Erfahrung,  dass
            
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