Die Theogouie der Japaner. 485
Hierauf gelangte Su-sa-no wo-no mikoto, indem er von dem
Himmel herabstieg, in eine Gegend an den Ufern des Flusses Fi-tio
kawa in dem Reiehe Idzumo. Um die Zeit hörte man an den Ufern
dieses Flusses den Laut des Weinens. Als er dem Laute nachging
und hervortrat, waren dort ein Greis und ein Weib, welche ein junges
Mädchen zwischen sich stehen hatten, es trösteten und dabei weinten.
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Su-sa-no wo-no mikoto: imasi-tatsi-wa tare-zo ? na-do-te kaltu
naku-to, toi-tamaje-ba: a-wa kuni-tsu kami, na-wa asi-nadzu-tsü
me-ga na-wa te-nadzu-tsi, kono woto-me-wa a-ga ko-nari, 9 na-wa
kusi-na-da-fime. Naku-ju-e-wa saki-ni a-ga ko ja-woto-me ari-siwu,
tosi-goto-ni ja-mata-worotsi-ni nomarete, ima kono woto-memo
nomaremu-to suru-wo nogaruru josi-naki-ju-e-ni naku-to,
mawosu.
Su-sa-no wo-no mikoto fragte: Wer seid ihr? Warum weinet
ihr so? — Er erhielt zur Antwort: Ich hin ein Gott des Landes und
heisse Asi-nadzu-tsi. Der Name meines Weibes ist Te-nadzu-tsi.
Dieses junge Mädchen ist mein Kind, und sein Name ist Kusi-nada-fime.
Die Ursache, warum ich weine, ist folgende. In früherer Zeit
waren acht Mädchen meine Kinder. Jedes Jahr wurde eines derselben
von der achtzackigen grossen Schlange verschlungen. Jetzt soll auch
dieses Mädchen verschlungen werden, und es gibt kein Mittel, ihr zu
entkommen. Aus diesem Grunde weinen wir.
Asi-nadzu-tsi bedeutet: die mit dem Fusse bestrichene Brust.
Te-nadzu-tsi bedeutet : die mit der Hand bestrichene Brust.
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