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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Über  den  Ursprung  der  armenischen  Schrift.

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Armen.  ,  georg.  *b,  lassen  ihren  Zusammenhang  unter  einander ­
  und  mit  semitischem  nicht  verkennen  (vgl.  Pehlewi-Zend
I,  ^);  sie  können  aber  nicht  aus  griechischem  A  entstanden  sein.
Armen.  {]',  georg.  ^h,  haben  nur  im  semitischen  (vgl.
sasanidisch  jT)  und  Zend  c)  ihre  Wurzeln,  entfernen  sich  aber  weit
vom  griechischen  M.
Armen.  ,  georg.  t),  lassen  sich  nur  aus  semitischem  1
erklären,  keineswegs  aber  mit  griechischem  H  vermitteln.
Armen,  JJ  geht  offenbar  auf  die  semitische  Form  ^  (vgl.  Pehlewi  >)
zurück.
Armen.  georg.  M,  Davon  schliesst  sich  letzteres  unmittelbar ­
  an  das  semitische  Y?  ^  an;  die  armenische  Form  ist  auf
den  Kopf  gestellt.
Armen.  ()»,  georg.  ch,  schliessen  sich  unmittelbar  an  sasanidisches
  l,  (=  semitischem  an;  eine  Vermittlung  mit  griechischem ­
  P  dürfte  schwer  gelingen.
Armen.  |J,  georg.  b,  gehen  sassanidisch  ■»  (vgl.  Zend  “)  vollkommen ­
  wieder,  nicht  so  griechisches  2.
Ai'men.  ff,  entspricht  vollkommen  semitischem  yi  »  (' r gh
Zend  <?),  nicht  so  griechischem  T.
Dagegen  scheinen  armen.  |»,  <]>,  '(*»,  georg.  (X,  <]>.  d 1 ,  den
griechischen  Zeichen  T,  <I>,  X  entlehnt.
Insoweit  lässt  sich  nach  unserem  Dafürhalten  die  armenischgeorgische ­
  Schrift  mit  andern  Alphabeten  vergleichen  und  von  a  bis
t  der  semitische,  von  v  bis  q  der  griechische  Ursprung  unzweifelhaft ­
  feststellen.
Was  nun  die  übrigen  Zeichen  des  armenischen  Alphabetes
anlangt,  so  scheinen  sie  meistens  auf  Grund  der  bereits  vorhandenen ­
  durch  gewisse  Modificationen  entstanden  zu  sein,  wie  wir
dies  unter  anderem  bei  den  indischen  Alphabeten  im  Verhältniss  zur
semitischen  Schrift  nachweisen  können.  Dies  näher  nachzuweisen,
ist  ziemlich  schwer,  da  man,  um  dies  thun  zu  können,  die  grammatisch-phonetischen ­
  Anschauungen  des  Erfinders  der  Schrift  näher
kennen  müsste.  Indessen  lassen  sich  auch  hier  einige  Anhaltspunkte
gewinnen.  So  dürfte  armen.  |<«  mit  dem  sasauidischen  ^  J"|j(vgl.
            
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