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Dr. Fr. Müller
der Vergleichung nur auf die georgische sogenannte Priesterschrift
(khuqurij und die armenische Uncialschrift Rücksicht
nehmen können, geht aus der Natur der Sache hervor.
Armenisch georgich lässt sich nur mit dem sasanidischen
-*>, Zend ", nicht aber mit dem griechischen A vergleichen. Die
Ähnlichkeit oder vielmehr Gleichheit zwischen der armenischen und
Pehlewi-Foim einerseits und der georgischen andererseits wird
noch frappanter, wenn man die letztere sich auf die linke Seite
gestellt denkt jj*. (Solche Umstellungen kommen mehrere yor.)
Armen. |‘», georg. Davon liesse sich zwar ersteres mit
griechischem B vergleichen; aber passender erscheint palmyrenisch
y (vergleiche damit Zend \). An dieselbe schliesst sich die georgische
Form unmittelbar an (durch Verziehung des Schweifes nach
rechts, was sich aus der veränderten Richtung der Schrift erklärt),
während die armenische Form durch Umdrehung des Zeichens —
wie im Griechischen — entstanden ist.
Armen. <1^, georg. I J V . Beide Zeichen lassen sich nur aus
semitischem ableiten, keineswegs aber aus griechischem F,
da eine Umdrehung eines dem griechischen Alphabete angehörigen
Zeichens bei gleicher Richtung der Schrift unmöglich erscheint.
Armen. ')■», georg. ’S- Beide können nur aus semitischem ^
entstanden sein (vgl. Zend ^), nicht aber aus griechischem A.
Das georgische Zeichen ist durch Umdrehung entstanden
Armen. 1^, georg. *1. Ersteres liesse sich zwar aus griechischem
E erklären — aber letzteres macht eine Vergleichung mit
semitischem n (vgl. Zend S) wahrscheinlicher.
Vorzüglich schön stimmt armen. fcB, georg. CF zu semitischem
£) (vgl.Pehlewi-Zend 6" ), während die griechische Form 0 davon
bedeutend abweicht.
Armen. ]», georg. *1, finden wir im semitischen wieder
(das griechische I passt offenbar nicht)’ die armenische Form ist
(vgl. bei p und fr) umgestellt.
Armen. 1|, georg. Ij, stimmen vollkommen zu semitischem ))
(vgl. Pehlewi-Zend 5), während dies in Bezug auf griechisches K
nicht der Fall ist.