Über den Ursprung der armenischen Schrift.
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wo er die Bischöfe bei Sahak und Mesrop mit der Erfindung einer
einheimischen Schrift beschäftigt fand, erinnerte er sicli wieder
Habels und des von ihm Erzählten. Als er den Bischöfen davon mittheilte.
rietben ihm dieselben, die Sache ja wiederaufzunehmen.
Er schickte daher einen gewissen Wahric zu Habel.
Wahric empfing von ihm die nach der Form der griechischen
Buchstaben gebildeten Zeichen und theilte sie zu Hause Sahak
Mesrop mit <). Von diesen wurde sie übernommen und durch längere
Zeit an mehreren Knaben erprobt; aber bald von denselben als zum
Ausdrucke der armenischen Laute nicht ganz geeignet aufgegeben 2 ).
Mesrop zog darauf mit seinen Schülern selbst nach Mesopotamien
zu Daniel, ohne jedoch mehr wie früher zu erreichen. Er
begab sich daher nach Edessa zu dem heidnischen Rhetor Platon
, welcher daselbst Vorsteher einer Bibliothek war. Mit
diesem gab er sich gemeinschaftliche Mühe, ein Alphabet für seine
Muttersprache zu erfinden; aber auch Platon’s Scharfsinn wollte
dies nicht gelingen.
Platon wies Mesrop in dieser Beziehung an seinen ehemaligen
Lehrer Epiphanius (^'y/"/"" 7 ""'). Dieser war aber gestorben, nachdem
er in Ruphanus (einen tüchtigen Schüler hinterlassen
batte.
Ruphanus batte sich auf Samos einsiedlerisch zurückgezogen 3 ).
Mesrop begab sich vorher, vom Erzbischöfe von Babel unterstützt,
über Phönikien zu demselben. Er versuchte abermals gemeinschaftlich
mit diesem gelehrten Manne zu seinem Ziele zu gelangen, aber
wieder vergebens. Er wandte sieh den geistigen Betrachtungen
zu und siehe da fiel ihm der richtige Gedanke ein, oder wie
Moses 4 ) erzählt, sah er, nicht im Traume, sondern durch geistige
4 ) Moses 496 : /■■■'" ' U "V/ o r [.'r,u,r f /,
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3 ) Koriun 9, 10. putqutpit uu,iTnuiuinui a un f j offenbar ein alter Fehler.
4 ) Moses 497: k •nbuutUl; ’/i pnt^h bpmtj_ li- f juip[J‘hni-[J-bui‘li tnbufij_, J[_
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Sil/.h. d. phil.-hist. CI. XLVIII ßd. II. Hft.
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