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Pr. Fr. Müller
bewog ihn, seine Stellung zu verlassen und sich in die Provinz
Gopthan zurückzuziehen. Dort widmete er sein Leben
der Bekämpfung der Heiden ( turjiuliy.?/ ^buiiuhnuuit^tuli f Anhänger
des alten zarathustrischen Feuercultus), die von Trdat bis auf jene
Zeit sich dort erhalten hatten. Er that dies unter dem Beistände des
v
Fürsten jener Gegend Sabith ( l ) mit grossem Erfolge. Dasselbe
that er auch später in Siun mit Hilfe des
Fürsten Vapinak Schon hei diesen Missionsreisen, wo
ihm die geistige Abhängigkeit seiner Nation von den Griechen und
Persern so recht vor die Augen trat, beschäftigte ihn der Gedanke
an die Erfindung einer für seine Muttersprache passenden Schrift,
da diese derselben ermangelte i).
Von diesem Gedanken erfüllt, begab sich Mesrop zu Sahak
{’i 2 ), dem Sohne seines Lehrers Nerses des Grossen, der
nach dem Tode des Aspurakes .,.££#,) von Chosrow III. zum
Erzbischöfe eingesetzt worden war, — und seiner grossen Ahnen
würdig, mit seinen Schülern ein strenges frommes Leben führte.
Er fand ihn für seinen Gedanken empfänglich und begeistert, und
beide Männer gaben sich gemeinsam in dieser Richtung viele Mühe.
Die Sache wollte ihnen jedoch nicht so schnell gelingen; sie schieden
daher wieder von einander und setzten ihr frommes Leben fort.
Als König Wramsapuh (./.<-= iniDnNt» DN'THN'l),
Bruder Chosrow III., zur Unterdrückung der Unruhen nach Mesopotamien
('/< <//-_,geschickt wurde, da machte sich ihm bei
seinen Zügen und Unternehmungen der Mangel eines Secretärs
(ß. T mnL CT ) besonders fühlbar. Denn seit Mesrop den königlichen
Hofdienst verlassen hatte, war Niemand dazu befähigt gewesen,
da man allgemein die persischen (d. h. sasanidischen)
Ze ichen> benützte s ). Da kam ein Priester Namens Habel ()
zum Könige und erzählte ihm, dass ein Bischof, Namens Daniel
Charaktere, die für die armenische Sprache vollkommen
passend seien, erfunden hätte. Wramsapuh legte damals auf diese
Mittheilung wenig Gewicht. Erst bei seiner Rückkehr nach Hause, und
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