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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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Pr.  Fr.  Müller

bewog  ihn,  seine  Stellung  zu  verlassen  und  sich  in  die  Provinz
Gopthan  zurückzuziehen.  Dort  widmete  er  sein  Leben
der  Bekämpfung  der  Heiden  (  turjiuliy.?/  ^buiiuhnuuit^tuli  f  Anhänger
des  alten  zarathustrischen  Feuercultus),  die  von  Trdat  bis  auf  jene
Zeit  sich  dort  erhalten  hatten.  Er  that  dies  unter  dem  Beistände  des
v
Fürsten  jener  Gegend  Sabith  ( l )  mit  grossem  Erfolge.  Dasselbe ­
  that  er  auch  später  in  Siun  mit  Hilfe  des
Fürsten  Vapinak  Schon  hei  diesen  Missionsreisen,  wo
ihm  die  geistige  Abhängigkeit  seiner  Nation  von  den  Griechen  und
Persern  so  recht  vor  die  Augen  trat,  beschäftigte  ihn  der  Gedanke
an  die  Erfindung  einer  für  seine  Muttersprache  passenden  Schrift,
da  diese  derselben  ermangelte  i).
Von  diesem  Gedanken  erfüllt,  begab  sich  Mesrop  zu  Sahak
{’i 2 ),  dem  Sohne  seines  Lehrers  Nerses  des  Grossen,  der
nach  dem  Tode  des  Aspurakes  .,.££#,)  von  Chosrow  III.  zum
Erzbischöfe  eingesetzt  worden  war,  —  und  seiner  grossen  Ahnen
würdig,  mit  seinen  Schülern  ein  strenges  frommes  Leben  führte.
Er  fand  ihn  für  seinen  Gedanken  empfänglich  und  begeistert,  und
beide  Männer  gaben  sich  gemeinsam  in  dieser  Richtung  viele  Mühe.
Die  Sache  wollte  ihnen  jedoch  nicht  so  schnell  gelingen;  sie  schieden ­
  daher  wieder  von  einander  und  setzten  ihr  frommes  Leben  fort.
Als  König  Wramsapuh  (./.<-=  iniDnNt»  DN'THN'l),
Bruder  Chosrow  III.,  zur  Unterdrückung  der  Unruhen  nach  Mesopotamien ­
  ('/<  <//-_,geschickt  wurde,  da  machte  sich  ihm  bei
seinen  Zügen  und  Unternehmungen  der  Mangel  eines  Secretärs
(ß. T mnL CT )  besonders  fühlbar.  Denn  seit  Mesrop  den  königlichen
Hofdienst  verlassen  hatte,  war  Niemand  dazu  befähigt  gewesen,
da  man  allgemein  die  persischen  (d.  h.  sasanidischen)
Ze  ichen>  benützte  s ).  Da  kam  ein  Priester  Namens  Habel  ()
zum  Könige  und  erzählte  ihm,  dass  ein  Bischof,  Namens  Daniel
Charaktere,  die  für  die  armenische  Sprache  vollkommen
passend  seien,  erfunden  hätte.  Wramsapuh  legte  damals  auf  diese
Mittheilung  wenig  Gewicht.  Erst  bei  seiner  Rückkehr  nach  Hause,  und
Moses  480.  ^7-  '  f 1  Jutft  ^fhuipk[~  If-iit  u/htrf  ‘liTui'liUltj.fip  1/  ^  jbqnufiii.  II.  uipljlrui
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2 )  Moses  48ü.
Moses  494.  ^  tTfiiljkru  tjÜUutg  JJ'i.  iipuuj  f juip_pnt"hUl[f  ui“li  n  p  u!hb w 'h  .[’  '[’
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