Fr. Müller, Über den Ursprung der nnneltischen Schrift.
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SITZUNG VOM 14. DECEMBER 1864.
Der hocliwürdige Herr B. Dudik übersendet der Classe für die
Schriften der historischen Commission derselben:
„Des Hoch- und Deutschmeisters Erzherzogs Maximilian I.
Testament und Verlassenschaft vom J. 1619.“
Über den Ursprung der armenischen Schrift.
Von Dr. Friedrich Müller,
Docent der allgemeinen Sprachwissenschaft an der Wiener Universität.
(Mit einer lithographirten Tafel.)
(Vorgelegt in der Sitzung vom 7. December 1864.)
Die Erfindung des armenischen Alphabetes, über dessen Laute
man „meine Beiträge zur Lautlehre der armenischen Sprache II“
nachsehen möge, wird von den Armeniern dem heil. Mesrop. («»^f
J'lmpnuf^ zu geschri eben. — Ehe ich daher auf eine wissenschaftliche
Untersuchung dieser Frage selbst eingehen kann, erscheint es mir
nothwendig, dasjenige, was die einheimische Tradition über Mesrop
berichtet, vorzuführen, wobei ich mich vorzüglich an die Erzählungen
von Moses Khorena^i (J'n.p.L,. [,„•[,L-i,.u 0 [, 1) und Koriun
2 ) halten werde.
Mesrop, der Sohn Vardan’s s}, mit dem Beinamen
Masihoz, ('Jh^p-ng) stammte aus Ha^ek (fyuglrf) in der Provinz Taron
Unter Nerses dem Grossen erzogen und gebildet, ward er
Secretär i. e. cartularius) am königlichen Hofe. —
Aber ein unwiderstehlicher Hang zum beschaulichen frommen Leben
A ) muiinJiiu[9-fiuü ^utjnrj. Venedig 1827.
2 ) ‘nuMitiifin fiT[a?/ ifmpnijj U. tfiu^nt-u/ü »/>/'Venedig 1833,
a ) Koriun. (>.