Armeniaca.
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wie ich in meinen Beiträgen zur armenischen Lautlehre gezeigt
habe, immer nur altem u oder 6, oder gilt als Zusammenziehung
von au, das seinerseits wieder oft jüngeren Ursprungs («6—am)
sein kann. Es könnte daher, nachdem ««- = altem a unmöglich ist,
-i~ nur noch altem u entsprechen. Daran denkt auch Bo pp wirklich,
indem er die armenischen Verba, welche hieher gehören, mit denen
VIII. Classe im Sanskrit zu vergleichen geneigt ist. Dagegen lässt
sich aber mit Fug und Beeilt der Umstand geltend machen, dass die
Verba der VIII. Classe nur eine Abart jener der V. sind, bei denen
das n vom Classencharakter -nu deswegen schwindet, weil es
bereits in die Wurzel Aufnahme gefunden hat (z. B. tauu = ta-nu,
vergl. griech. rs-ra.-y.oi. etc.}. Dies kann aber bei den armenischen
Verben, wenn man sie genauer untersucht, in den seltensten Fällen
bewiesen werden. — Und zudem schliesst sich das armenische
Verbum, wie ich gezeigt habe, in seinen Classencharakteren nur
ganz entfernt an's Altindische an, wodurch eine solche genaue Parallelisirung,
wie sie Bopp anstellt, als höchst bedenklich erscheint.
Da nun <«- = altem u nicht erklärbarerscheint, so sind wir
auf die Erklärung des m. als -ov, -av hingewiesen. Und in der That
bietet sich auf diSse Weise eine höchst ungezwungene und leichte
Erklärung dar. Offenbar haben wir dasselbe Element wie im Altslawischen
(oKa) vor uns, und theilweise auch denselben lautlichen
Vorgang wie dort ausgebildet.
Man vergleiche:
PnqnuJ' (thopum), ich verlasse = thop-av-am, von allb.
(tere).
p-nqnL.ii (thopusj — thop-av-as etc.
Altslavisch. Aor. I. Koyn-OK-a-yx, KOieKaya
Köyn-oK-a , noteiu. etc.
Dagegen im Praesens mit derselben Contraetion wie im Armenischen
:
K©yn-oy-iÄ
Koyn-oy-iemu etc.
Man vergleiche ferner für’s Armenische:
qt’imuJ' (zenum) , ich schlachte = zen-av-am , vgl. neupers.
J (zan-am) und altind. han.
qtArnuu (zenusj = zeii-av-as etc.