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Di*. Friedrich Müller
A rmeniaca.
I.
Von Dr. Friedrich Müller,
Docent (1er allgemeinen Sprachwissenschaft an der Wiener Universität.
(Vorgelegt in der Sitzung vom 12. October 1864.)
Unter diesem Titel werde ich in den nachfolgenden Abhandlungen
mehrere Puncte der armenischen Etymologie uud Formenlehre
behandeln, und dabei meine Arbeiten über Laut- und Formenlehre
derselben Sprache weiter führen und theilweise berichtigen.
Dass ich besonders auf das Armenische so viel Gewicht lege, hat
darin seinen Grund, weil ich es als Hauptquelle für die genauere
Kenntniss der neueren eränischen Sprachen ansehe, ja selbst manche
wichtige Beiträge zur Erklärung der alten Dialekte daraus hoffe.
Dass aber dieses ohnedies schwierige Gebiet nur durch sorgfältige
Lösung verschiedener Detailfragen bearbeitet werden kann, das
wissen alle jene, die auf diesem Felde arbeiten oder gearbeitet
haben.
I. Über das Stammbildungssuffix -ava.
Als ich in einemBd. XLII, S. 327 ff. der Sitzungsberichte abgedruckten
Aufsatze die Conjugation des armenischen Verbums behandelte,
war mir der Charakter •••- der von Petennann so genannten
dritten Conjugation nicht ganz klar. Ich glaubte damals sei aus
altem a oder u zu erklären. Dieser Ansicht ist auch Bopp (vgl.
Gramm. II, 352). Es lassen sich aber dagegen vom lautlichen Standpuncte
gewichtige Einwendungen erbeben.
Von Fällen, in denen <>«- schlechtweg altem a entspräche, ist
mir streng genommen gar keiner bekannt. Denn dieses entspricht,
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