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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Geschichte  Joseph’s  in  Aegypten.

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stehenden  Wiener  Handschrift  zu  ergänzen,  die  offenbaren  Schreibfehler ­
  zu  beseitigen  und  da,  wo  der  Sinn  unklar  und  schwer  verständlich ­
  ist,  einige  Bemerkungen  beizufügen.  Der  Text  dieser  Handschrift
weicht  von  jenem  der  Wiener,  vorzüglich  in  Bezug  auf  die  Lautlehre,
wesentlich  ah  und  darf  deshalb  für  eine  fast  selbständige  Bearbeitung
gelten.  Da  er  hei  einer  allfälligen  Gesammtausgabe  der  Wiener  Genesis
und  Exodus,  obwohl  er  älter  ist,  eben  wegen  dieser  Verschiedenheit
und  weil  er  nur  einen  Theil  jener  Dichtung  umfasst,  nicht  an  die  Stelle
des  Wiener  Textes  aufgenommen  werden  kann,  und  da  die  Geschichte
Joseph’s  gewissermassen  eine  eigene  Episode  daraus  bildet:  hielt  ich
es  für  angemessen,  sie  auch  als  solche  zu  bearbeiten  und  als  selbständiges ­
  Ganzes  heraus  zu  geben.
Hierbei  durfte  ich  den  Hauptzweck,  nämlich  die  Überlieferung
vollkommen  getreu  wiederzugeben,  oder  wo  ich  davon  abwich,  dies
stets  leicht  ersichtlich  zu  machen,  nicht  aus  dem  Auge  verlieren.  Deshalb ­
  habe  ich  in  den  Text  nur  das,  was  nach  der  fast  gleichzeitigen
Wiener  Handschrift  vom  Schreiber  offenbar  übersehen  wurde,  aufgenommen ­
  und  in  runde  Klammern  (  ),  einiges  das  mir  überflüssig
schien,  in  [  ]  eingeschlossen,  meine  Ergänzungen  und  Verbesserungen
aber,  welche  ich  für  völlig  sicher  und  nothwendig  hielt,  durch  liegende ­
  Schrift  ausgezeichnet.  Dadurch  sollte  das  Ganze  lesbar  und
verständlich  werden.  Zu  gleichem  Behüte  fügte  ich  noch  manches  Andere ­
  hinzu,  was  mir  mittlerweile  aufgestossen  ist,  und  was  als  ein
nicht  unwichtiger  Nachtrag  zu  meiner  Ausgabe  der  Genesis  und  Exodus
gelten  kann.  Auch  erlaubte  ich  mir,  bisher  nicht  oder  wenig  bekannte
Wörter,  Formen  oder  Redensarten,  oder  ähnliche  Erscheinungen  und
Ausnahmen  in  Bezug  auf  die  Grammatik  und  Sprache  dieser  älteren
Zeit  mitzutheilen,  und  glaube  dass  diese  Zugaben  für  Manche  nicht
unwillkommen  sein  werden.
Gehen  wir  auf  die  Originale  zurück,  so  zeigt  sich,  dass
die  Schreiber  beider  Handschriften  aus  einer  noch  älteren  Quelle,  als
jene  ist,  welche  ich  in  meiner  Einleitung  zur  Genesis  u.  Ex.  mit  X
bezeichnete,  geschöpft  haben.  Dass  dies  der  Fall  sei,  geht  meines
Erachtens  daraus  hervor,  dass  sowohl  W  als  Vin  mehreren  Stellen,
auf  welche  ich  in  den  Anmerkungen  zu  26,  224,  286,  305,  438,
601  hingewiesen  habe,  offenbar  die  ganz  gleichen  Fehler  haben,
welche  nur  dadurch  entstanden  sein  können,  dass  X,  woraus  F’unmittelbar,
  W  aber  mittelbar  hervorgegangen  ist,  dieselben  ebenfalls  schon
.  27*
            
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