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J. D i e in e r
SCHLUSSWORT.
Der Aufforderung mehrerer Fachgenossen entsprechend, übergebe
ich hier den Freunden altdeutscher Sprache und Literatur den
Vorauer Text der Geschichte des ägyptischen Joseph's. Es ist dies
das letzte bisher noch ungedruckte Stück der Vorauer Handschrift
Nr. XI von Blatt 78 b bis 87 d . Schon damals, als ich die übrigen
Theile derselben herausgab (1849), wollte ich auch diesen aufnehmen,
allein sein grosser Umfang und eine vielleicht zu weitgehende Absicht,
nicht schon Bekanntes oder minder Wer lli voll es wieder abdrucken zu
lassen, hielt mich ah, es zu tliun. Doch das Auftauchen der Milstäter
Handschrift der Genesis und Exodus und deren Herausgabe führten
mich nothwendig zur genaueren Vergleichung und Prüfung der Wiener
und des betreffenden Theiles der Vorauer, und da fand ich denn, dass
der Text der letzteren Handschrift dem Wiener rücksichtlich des
Alters und der Originalität offenbar voran gehe. Als Beleg dürften die
Verse und darauf bezüglichen Anmerkungen 12, 29, 55, 195, 254,
283, 302, 306, 440, 470, 507, 562, 592, 608, 712, 716, 724, 771,
775,798, 812, 831, 838, 852, 856, 1009, 1129, 1132 dienen. Es
erschien daher der vollständige Abdruck nicht nur wünschenswerth,
sondern für die ordentliche Herstellung des Textes dieser ebenso alten,
als sprachlich und literarhistorisch ungemein wichtigen Dichtung
unbedingt nüthig. Die blosse Mittheilung der verschiedenen Lesarten,
welche nothwendig auch die Lautlehre hätte berücksichtigen müssen,
würde fast ebenso viel Raum als Zeit und Mühe in Anspruch genommen
haben. Die Handschrift ist keine genaue und sorgfältige, denn sie
enthält nicht nur sehr viele Schreibfehler, sondern es sind darin häufig
einzelne Worte, ja oft ganze Verse ausgelassen; ich konnte mich daher
nicht entschlossen, seihe mit all’ ihren Mängeln und Gebrechen abdrucken
zu lassen, ohne das Fehlende besonders aus der zunächst