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J. D i e m e r
mit schlecht, reht also schlahent
si die seien. Diu sibend wize diu
ist jamierlicli von der gesibt des
tievels, daz si dem nit entrinnen
mugen. Diu a li t o d wiz ist diu schäm
irre sunde, daz si die verdulden
muozent vor allen gotes heiligen.
Diu niunde ist daz si gebunden
sint mit fiurlnen banden, mit den
si sint besunderlich an einem iegelichen
Iide gevestent, und iriu
hcepter sint in under sich cheret in
bitterlichen wizen; da uns got vor
beliuet durch sin barmherzigkeit.
Amen. Wacken. IIss. d. Univ. Bibi,
zu Basel S. 24. 23.
1162. got si erpalgent, swv. erbalgen, zürnen, beleidigen; got ist so
erbalget von den Sunden Diem. 163, 12.
1166. daz wir chomen ze genaden: Amen. Bei dieser Gelegenheit sei
es mir erlaubt, einen Ergänzungs- und Verbesserungsvorschlag zu
Karajan’s Denkmälern 31, 9 — 13 anzubringen, welcher bei einer
künftigen Bearbeitung derselben nicht unwillkommen sein durfte. Ich
würde die bezeiclinete Stelle folgendermassen ergänzen:
So werdent da gescheiden
die lieben von den [leid]e[n,
die seligen ze der zeswen,
die (l. daz) sint die [da gene]sin
[ze e\v]igen genaden;
mit den sin wir, [Amen.
Denne werdejnt oucli da geschichet (Hds. so)
die lei [den ze gerillte,
di wid]ir got worliten,
ir schepha;r[e niene vorhten,]
vil verre ze der winstere
in [die ewigen vinjstere.
Aehnlich heisst es da werden gescheiden die lieben von den
leiden, di guten zo der zeswen, daz sint di genesenen, di dar
zo der winster sint gestellet, die varent in die helle etc. Gloub.
tillante vident et miserabilis clamor
' flentiumetinsultantium ..Nona sunt
ignea vincula, quibus in singulis
membris constringuntur. Honor.
Aug. de la Migne,p. 139. 160. Vgl.
hierzu Willi. WackernageV's Geschichte
der deutschen Literatur.
Basel, 1848. S. 321 — 322. Es
bleibt interessant gelegenheitlich zu
sehen, wie die Schriften des II. u.
12. Jahrh. in der spätem Zeit sowohl
in Poesie als Prosa benützt
und bearbeitet wurden.