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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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.1.  I)  i  e  rn  o  r

Mes$gebräuclie  299  ff.  Spec.  eccl.  151.  und  Altd.  Bll.  2,  183.  di
h.  marterere  gäben  ir  selbes  übe  durch  daz  urkunde  des  almehtigen
  gotes  unde  wuoschen  ire  slölen  in  dem  bluote  des
wären  lammes,  u.  h.  J.  Ch.  Legser’s  Pr.  114,  1.  Zu  bemerken
ist  bei  stule  dass  es  oft  bildlich  in  der  Bedeutung  von  'die  gesummte
Geistlichkeit’  vorkommt  im  Gegensatz  zu  kröncf,  das  die  Gesammtheit
  der  weltlichen  Fürsten  bedeutet.  Swaz  man  ir  under  stölevant,
die  bäten  alle  gelielie  genäden  ir  aller  sele  Klage  L.  1179.  die
stöle  si  suoliten,  di  sele  si  beruohten  Stricker's  Karl  6821.  JIieher
  gehört  auch  blate  und  kröne  die  Geistlichkeit  und  die  Fürsten;
vgl.  MSF.  zu  194,  18.
1039.  dizze  ist  ein  tifeu  rede;  tif  steht  hier  und  oftmals  in  der  sinnbildlichen ­
  Bedeutung  von  geheimnissvoll,  z.  B.  er  sageda  van  dem
bouche  vil  manege  rede  diefa  Friedberger  Christ  bei  Müllenh.  u.
Sch.  Fb.  69  und  wie  tiefo  er  si  maneda  ebda.  Ca.  7.  diu  rede
was  in  ze  tief  Diem.  239,  9.  nu  läze  wir  beliben  die  tifen  rede
dare  ebda.  342,  16.  er  lerte  si  duo  mit  tiefeme  sinne  ebenda
232,  14.  di  worbten  ez  (daz  kerzestal,  den  Leuchter)  mit  wisetiefen
  sinnen  ebda.  81,  29.  daz  er  deme  kunege  sine  tiefe  troume
erscheinte  Mone’s  Anz.  8,  430.  —  ich  wäne  si  (di  rede)  imen
irchenncn  mege.  W.  ich  wänes  iemen  irrechin  mege.  Vgl.  über
warnen  in  Verbindung  mit  daz  iht,  daz  iender,  da/,  iemen  im  negativen ­
  Sinne  Fedor  Bech  in  Pfeiffer’s  Germ.  8,  468.  wozu  ich  noch
einige  Beispiele  aus  der  Kaiserchronik  anführe:  ich  waene  ie
deheinem  wibe  so  vil  ze  lseide  gescaehe  371,  27.  iz  enist  noch
niht  ze  spiete,  ich  waene  dehein  han  noch  crajte  373,  21.  ich
waenez  ie  in  der  werlte  gescach  441,  7.  ich  waene  ie  dehein
unpilde  so  grözez  gescach  449,  12.  Diu  frowe  aver  dem  pilde
zusprach,  ich  waene  ie  iemen  dehein  ere  von  dir  gescach,  und
sam  mir  min  arme  sele,  dir  wirt  der  siege  ienoch  mere,  ich  waene
du  mir  allez  liegest  329,  13.
1060.  verneinen  steht  liierund  1271  in  der  Bedeutung  von  intelligere,
verstehen;  dä  vind  wir  liut,  die  unser  red  vernement  lind  uns  die
sträze  wisent  Br.  Phil.  Maria,  hsg.  v.  Rückert.  3134.  Vgl.  mhd.
‘  Wtb.  11,1,376.
1064.  du  spräche  in  des  wolltest  loben,  daz  er  daz  chinden  bete  gegeben ­
  .  .  .  Diese  Stelle  übersetzt  Notker,  bei  llattemer  2,  70  h,  auf
folgende  Art  tiz  purge  du  fore  uuisen  unde  fruoten  unde  ouge-
            
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