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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Geschichte  Joseph*«  in  Aegypten.

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trennen  und  zerstreuen  in  Israel.  Hier  ist  zum  Theil  ein  anderer
Sinn  und  es  muss  gelesen  werden:  in  Jacob  d.  h.  die  Guten  sind
meine  Sühne  in  Jacob’s  Geschleckte,  die  Schlechten  aber  zerstreue
ich,  und  jede  Gnade  sei  ihnen  entzogen.  K.  hat  sune  min  in  got.
1025.  von  sere,  des  Schmerzes  wegen.  Selten  ist  das  swv.  serigcn:  dines
houbtes  swarte  geseriget  ist  mit  dornen  Bruder  Philipp’s  Marienl.
lierausg.  von  Riickert  7427.
1027.  Aehnlicli  heisst  es  wände  Dina  ir  swester  in  erworfen  bete  laster
Diem.  54,  25  vgl.  noch  zu  900.
1028.  puzten:  scolten  reimt  zwar  gut  genug,  doch  hätte  sich  der  Reim
leicht  verbessern  lassen  in  unde  si  daz  puozen  wolden.
1030.  du  wirdest  diner  crefte,  ebenso  W.,  ist  kein  Fehler,  obgleich  K.
mit  diner  chrefte  setzt,  vgl.  zu  412.
1039.  Dieser  Vers  Hesse  sich  verbessern:  also  den  lewen  gescrechen  nieman
  getar  noh  gewechen;  allein  die  Löwin  ist  ausdrücklich  auch
genannt,  Mos.  I.  49,  9  requiescens  accubuisti  ut  leo  et  quasi
le;ena;  quis  suscitabit  eum?  und  so  darf  lewinnen  nicht  wegbleiben,
  mit  demselben  ist  aber  der  Vers  zu  lang.
1040.  Dass  der  Löwe  mit  offenen  Augen  schlafe,  glaubte  man  im  Mittelalter
  allgemein,  vgl.  Genes,  u.  Exod.  D.zu  108,14.  15;  undSpec.
eccl.  132.  Martina  173,  90  Swenne  so  der  louwe  liget  unde
sines  släfes  pfliget,  so  sint  ime  äne  lougen  stete  ollen  diu  ougen.
1  043.  W.  din  ougen  ne  wachent,  sagt  gerade  das  Gegentheil  von  V.  vgl.
Genes.  D.  108,  14.  Vers  und  Reim  in  V.  lassen  sich  leicht  verbessern: ­
  so  du  släfest  lougen,  wachent  diniu  ougen.
1045.  ff.  Vone  Juda  newirt  nimer  genomen  etc.  Die  Melier  gehörige  Stelle
d.  li.  Schrift  Mos.  I.  49,  10  non  aull'eretur  sceptrum  de  Juda  et
dux  de  femore  ejus  donee  veniat  qui  mittendus  est,  et  ipse  erit
expectatio  gentium,  gibt  der  Vf.  der  Erlösung  bei  Bartsch  1247
bis  1253  ebenfalls  und  auf  folgende  Art:  Axt  riebe  nimmer  me  wirt
genomen  in  der  Juden  e  von  dem  könne  daz  Judas  birt,  und  in
leider  (?)  ouch  enwirt  von  siner  hoffe  nimmer  gnomen,  der  herre
si  dann  zu  erste  komcn.
1051.  inphreiden,  =  entvrciden,  verstossen  sein,  vgl.  d.  mhd.  Wtb.  3,
398.  K.  enpliromeden,  s.  Glossar  zu  Genes.  D.  108 b .
1055.  Vers  und  Reim  könnten  leicht  besser  sein:  di  sine  stöle  scdne:
fröne;  obwohl  stöle:  fröne  für  diese  Zeit  ganz  gut  reimt.  Uber
stöle  vgl.  Genes.  D.  zu  108,  29.  Litanei,  Fdgb.  2,  230,  40.
            
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