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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Geschichte  Joseph’»  in  Aegyplen.

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900.  W.  ändert  liier  zum  Nacktheit  des  Sinnes  das  frilichen  von  V.  in
fridelichen.  —  ir  dinc  werfen  (=  werben),  ihre  Angelegenheiten
besorgen;  vgl.  Vers  \  027  und  Anmerlt.  zu  Diemer  30,  13.
902.  daz  eigen;  daher  das  schw.  Verb,  eigenen,  in  der  Bedeutung,  zueignen, ­
  widmen,  weihen’,  vergl.  Ebcrnand  1102  ouch  eigen!  er  den
selben  tuom  ze  Rome  an  daz  gestifte;  oder  eigen  dass.  1G37  daz
selbe  laut  betwang  er  gar  und  eite(=  eigeteotfer  eidete?)  ez  algelielie
  ze  römeschem  riebe.
903.  di  ere  maneefalt;  vgl.  zu  890  u.  Genes.  D.  zu  104,  16.
905.  dei  di  phalfen  inder  ane  wunden;  die  Acker  welche  den  Geistlichen
gehörten  wollte  er  nicht  kaufen.  Vgl.  ane  winden  im  mhd.  Wtb.
3,  677.  und  die  Verbesserung  im  Texte.
909.  Joseph  sprah  do  zu  deme  liute,  ebenso  in  W.  Auffallend  ist  hier
nur  dass  weder  V.  noch  W.  den  Reim  zuo:  do  hersteilen,  obwohl  er
so  nahe  liegt  und  so  oft  vorkommt.
922.  manneelich:  eigen  kann  nicht  richtig  sein;  der  in  den  Text  gesetzte
Reim  mit  weigern  findet  sich  V.  902;  besser  wäre  ane  feichen,
ohne  Hinterlist  oder  Betrug,  vgl.  mhd.  Wtb.  3.  289;  allein  dieses
Wort  scheint  mehr  mitteldeutsch,  vgl.  jedoch  Schmeller  2,  507.
923.  daz  vinfte  teil  siner  cliorne;  der  Plural  ist  merkwürdig  und  bedeutet
Korngattungen  oder  alle  Arten  Getreides.  Über  urbor  vgl.  das  mhd.
Wtb,  1,  151  u.  Kaiserch.  D.  464,  14.
925.  Vgl.  zu  dieser  Stelle  Genes.  D.  zu  105,  2.
927.  irgazte:  gruoze.  Leicht  könnte  man  einen  bessern  Reim  hersteilen:
got  irgazte  in  suoze:  manegere  gruoze,  allein  man  muss  Bedenken
tragen,  es  zu  thun,  da  auch  V.  17  liazze:  gruozen  reimt.
928.  fransmuot,  W.  franspuot,  vgl.  über  diese  Worte  Genes.  D.  zu  77,
13  und  das  Glossar  unter  franspuot.  sailde  =  salide  oder  sajlde,
erstere  Form  ist  alemannisch  und  mitteldeutsch,  hier  dürfte  sie  ein
Schreibfehler  für  salide  sein.
930.  daz  frist  sibenzec  järe;  W.  hat  das  richtige  daz  frist  sibenzehen
järe.  Auffatlend  ist,  dass  auch  K.  denselben  Fehler  wie  V.  hat;  vgl.
hierüber  Genes,  u.  Exod,  D.  zu  105,  7.  auch  daz  frist  in  W.  und
K.  ist  merkwürdig,  da  dieses  Subst.  bisher  in  der  Regel  nur  als  fern.,
sehr  selten  als  masc.,  gar  nie  als  neutrum  erscheint:  Otf.  II,  19,  4.
III,  14,  90  in  tliemo  friste,  was  übrigens  auch  neuir.  sein  könnte,
allein  III,  4,  40  steht  ausdrücklich  zi  dera  fristi  u.  III.  25,  11  ob
uuir  mes  duen  tliie  (lies  thia,  dia)  fristi.  Mhd.  Fdgb.  1,  249,  5
25  *
            
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