Geschichte Joseph’» in Aegyplen.
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900. W. ändert liier zum Nacktheit des Sinnes das frilichen von V. in
fridelichen. — ir dinc werfen (= werben), ihre Angelegenheiten
besorgen; vgl. Vers \ 027 und Anmerlt. zu Diemer 30, 13.
902. daz eigen; daher das schw. Verb, eigenen, in der Bedeutung, zueignen,
widmen, weihen’, vergl. Ebcrnand 1102 ouch eigen! er den
selben tuom ze Rome an daz gestifte; oder eigen dass. 1G37 daz
selbe laut betwang er gar und eite(= eigeteotfer eidete?) ez algelielie
ze römeschem riebe.
903. di ere maneefalt; vgl. zu 890 u. Genes. D. zu 104, 16.
905. dei di phalfen inder ane wunden; die Acker welche den Geistlichen
gehörten wollte er nicht kaufen. Vgl. ane winden im mhd. Wtb.
3, 677. und die Verbesserung im Texte.
909. Joseph sprah do zu deme liute, ebenso in W. Auffallend ist hier
nur dass weder V. noch W. den Reim zuo: do hersteilen, obwohl er
so nahe liegt und so oft vorkommt.
922. manneelich: eigen kann nicht richtig sein; der in den Text gesetzte
Reim mit weigern findet sich V. 902; besser wäre ane feichen,
ohne Hinterlist oder Betrug, vgl. mhd. Wtb. 3. 289; allein dieses
Wort scheint mehr mitteldeutsch, vgl. jedoch Schmeller 2, 507.
923. daz vinfte teil siner cliorne; der Plural ist merkwürdig und bedeutet
Korngattungen oder alle Arten Getreides. Über urbor vgl. das mhd.
Wtb, 1, 151 u. Kaiserch. D. 464, 14.
925. Vgl. zu dieser Stelle Genes. D. zu 105, 2.
927. irgazte: gruoze. Leicht könnte man einen bessern Reim hersteilen:
got irgazte in suoze: manegere gruoze, allein man muss Bedenken
tragen, es zu thun, da auch V. 17 liazze: gruozen reimt.
928. fransmuot, W. franspuot, vgl. über diese Worte Genes. D. zu 77,
13 und das Glossar unter franspuot. sailde = salide oder sajlde,
erstere Form ist alemannisch und mitteldeutsch, hier dürfte sie ein
Schreibfehler für salide sein.
930. daz frist sibenzec järe; W. hat das richtige daz frist sibenzehen
järe. Auffatlend ist, dass auch K. denselben Fehler wie V. hat; vgl.
hierüber Genes, u. Exod, D. zu 105, 7. auch daz frist in W. und
K. ist merkwürdig, da dieses Subst. bisher in der Regel nur als fern.,
sehr selten als masc., gar nie als neutrum erscheint: Otf. II, 19, 4.
III, 14, 90 in tliemo friste, was übrigens auch neuir. sein könnte,
allein III, 4, 40 steht ausdrücklich zi dera fristi u. III. 25, 11 ob
uuir mes duen tliie (lies thia, dia) fristi. Mhd. Fdgb. 1, 249, 5
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