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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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J.  D  i  e  m  e  r

chreftigez,  Hohes  Lied.  IV.  hs.  53,  20.  die  weltwisen  sagent  mir
nach  ir  wieliche  ebda.  38,  29.  und  73,  19.  21.
863.  so  gewerte,  es  wäre  besser  sä  oder  nach  W..  sie  zu  lesen.
868.  Dieser  Vers  würde  besser  heissen  Jacob  dühte  den  chunich  in
sinen  gebären  ein  man  geistlichi
873.  Der  mangelhafte  Reim  wird  durch  die  Versetzung  des  beide:  redeten ­
  (=  reiten)  verbessert;  die  letztere  Form  ist  schon  um  diese
Zeit  sehr  gewöhnlich,  z.  B.  Alx.  D.  193,  23.  197,  23.  Judith  D.
133,  12.  160,  2.  166,  16.  173,  18.
874.  873.  lassen  sich  nach  K.  zusammenziehen.  Jacob  genädöte  deme
chunige  unde  bevalch  in  ze  gotes  segene.
890.  erde  steht  hier,  wie  Vers  893.  894.  in  der  Bedeutung  von  Grundstück, ­
  und  das  ere  in  V.  903  er  clioufte  in  des  cliuneges  gewalt
di  ere  manecfalt,  heisst  meiner  Ansicht  nach  ebenfalls  nichts  anderes, ­
  als  arvum  oder  area,  das  fest  umgrenzte  Ackerland  eines  jeden
Grundbesitzers,  welches  der  König  käuflich  an  sich  brachte.  Daher
das  swv.  eren  pflügen.  Aus  diesem  ere  entstand  durch  Ableitung  erede
=  erde,  mit  dem  abstracten  Begriffe,  sämmtliche  Grundstücke  im
Gegensätze  von  einem  bestimmten,  und  die  Bedeutung  terra,  als  das
gesammte  Erdreich,  die  Erde.  Vgl.  das  mlul.  Wtb.  1,  30.  Gramm.
3,  221.  Hahn  2,  102.  Nicht  hieher  gehört  are,  sondern  zu  am
swv.  Fdgb.  1,  63,  36  Do  er  sin  dö  hina  sante,  du  sprach  er,
daz  der  arin  michel  uuäre  unte  dero  snitäre  lnzil  uuäri.  Nü
sprichit  S.  Gregorius:  pittet  den  almahtigen  got,  daz  er  senti
die  uuerhmanne  in  sinen  aren,  Vgl.Müllenhoff  u.Scherer’s  Denkmäler ­
  v.  8.—  12.  Jahrh.  S.  244.  210,  13  —13  und  308.  §.  3.
Z.  13  —  23.  Messis  quidem  multa,  u.  Graff’s  Spr.  1,  480.
890.  ff.  Die  Aegypter  schlagen  vor,  dass  Jos.  sie  und  ihr  Land  für  zu
verabfolgende  Lebensmittel  dem  Könige  erwerbe,  sie  wollen  nicht
mehr  selbständige  Grundbesitzer  sein,  sondern  ihr  Land  dem  Könige
abtreten  und  es  zu  seinem  Vortheil  bebauen,  verlangen  aber  natürlich
für  das  erste  Jahr  Samen  zur  Aussaat.  Joseph  nimmt  diesen  Vorschlag ­
  an  und  erwirbt  dem  Könige  den  ganzen  ägyptischen  Grundbesitz, ­
  da  jeder  seinen  Acker  verkauft,  das  Volk  aber  bringt  er  dadurch ­
  in  ein  Verhältniss  der  Hörigkeit  zum  Könige.
893.  die  erde  mit  sammt  ime  bewarte.  W.  mit  sämen  b.  und  so  muss
auch  gelesen  werden,  denn  es  heisst  Genes.  17,  19  ausdrücklich:  et
prsebe  semina,  ne  pereunlc  cultore  redigatur  terra  in  solitudinem.
            
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