Geschichte Josi pli’s in Aegypten.
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Umarbeiter von W. entfernt die gewöhnliche Form des Prät. prallten
und setzt dafür, um dem Reim aufzuhelfen, die in dieser Zeit
äusserst seltene und nur im Mergarten 1“, 10 dei wazzer manigen
nuz prangen und bei Karaj. 26, 4. 37, 10 noch vorkommende
Form prangen, welche selbst im Alul. äusserst selten erscheint.
Otf. hat sie neben der gewöhnlichen nur dreimal: ther brang mit
imo salbun IV. 35, 19. daz muat brungun heimort IV. 18, 36.
zi tothi sie nan brungen IV. 20, 40. Indess der kurze Vers sowohl,
als der nichts weniger als gute Sinn lassen eine Lücke vermuthen.
Vielleicht hiess es: in micheler wunne si gahten unze in
si heim prallten, mit micheler mandunge fure ir vater gingen.
779. Die Hds. hat dir enböt din sun Josep; der Reim lässt sich durch
einfache Versetzung der Worte hersteilen: Din sun Josep dir enhöt,
er ne wäre noch niht tot. Allein V. 793 und 833 ist derselbe
Reim Josep: tot. Die beiden Tenues scheinen hier und oftmals für
den Reim zu genügen, allein W. schreibt meistens Joseph und des
besseren Reimes ivegen werden die Worte umstellt, so dass Joseph
auf nicht reimt: er ne wäre noch tot nicht.
780. unde hat gewalt, so die Hds., was nicht viel heisst, besonders da
gewaltlichen gleich darauf folgt und eine Tautologie gibt. Ich glaube
die Verbesserung unde hat uns erchant entspricht dem Sinne und
der Erzählung besser. W. hat ein liztuom gualt (= gewalt), verkürzt
den Vers und macht aus dem in V. irrig gesetzten Subst. gewalt
ein Adj., welches in dieser Zeit nur noch Genes. D. 1, 22 und
im Ahd. gar nicht vorkommt. Auffallend ist hierbei jedoch, dass in
keinem der beiden Fälle die Lesart der jüngeren Hds. durch die
der nächstverwandten ültern bestätigt wird, wesshalb ich ungeachtet
der Bemerkung Fed. Bech’s in Pfeiffer's Germ. 8, 467 die von mir
zu Genes. D. 1, 22 vorgeschlagene Aenderung in gewaltec oder
gewaltich doch beibehalten möchte.
781. der chunic liebet: pfleget. Auffallend ist hebet für hebit in V. ;
des Reimes wegen steht es schwerlich, da e: a oft genug reimt, z. B.
763 gebete : wäte; 712 lebe: gehabe u. dgl. Es setzt das ahd. habjan,
hebjan = haben voraus. Vgl. Physiologus, Fdgb. daz tier hebit
so süzzen staue 18,11. der helfanl, ter hebit mihila verstannussida
an imo unde ne hebit nelieina lihhamhaftiga geruna(= gerunga)
ebda. 20, 9. Vgl. Müllenh. und Scherer’s Denkmäler X, 25. 26.
27. Gloub. 1288. und Kaiserchr. D. 26, 22.