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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Geschichte  Josi  pli’s  in  Aegypten.

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Umarbeiter  von  W.  entfernt  die  gewöhnliche  Form  des  Prät.  prallten ­
  und  setzt  dafür,  um  dem  Reim  aufzuhelfen,  die  in  dieser  Zeit
äusserst  seltene  und  nur  im  Mergarten  1“,  10  dei  wazzer  manigen
nuz  prangen  und  bei  Karaj.  26,  4.  37,  10  noch  vorkommende
Form  prangen,  welche  selbst  im  Alul.  äusserst  selten  erscheint.
Otf.  hat  sie  neben  der  gewöhnlichen  nur  dreimal:  ther  brang  mit
imo  salbun  IV.  35,  19.  daz  muat  brungun  heimort  IV.  18,  36.
zi  tothi  sie  nan  brungen  IV.  20,  40.  Indess  der  kurze  Vers  sowohl, ­
  als  der  nichts  weniger  als  gute  Sinn  lassen  eine  Lücke  vermuthen.
  Vielleicht  hiess  es:  in  micheler  wunne  si  gahten  unze  in
si  heim  prallten,  mit  micheler  mandunge  fure  ir  vater  gingen.
779.  Die  Hds.  hat  dir  enböt  din  sun  Josep;  der  Reim  lässt  sich  durch
einfache  Versetzung  der  Worte  hersteilen:  Din  sun  Josep  dir  enhöt,
  er  ne  wäre  noch  niht  tot.  Allein  V.  793  und  833  ist  derselbe
Reim  Josep:  tot.  Die  beiden  Tenues  scheinen  hier  und  oftmals  für
den  Reim  zu  genügen,  allein  W.  schreibt  meistens  Joseph  und  des
besseren  Reimes  ivegen  werden  die  Worte  umstellt,  so  dass  Joseph
auf  nicht  reimt:  er  ne  wäre  noch  tot  nicht.
780.  unde  hat  gewalt,  so  die  Hds.,  was  nicht  viel  heisst,  besonders  da
gewaltlichen  gleich  darauf  folgt  und  eine  Tautologie  gibt.  Ich  glaube
die  Verbesserung  unde  hat  uns  erchant  entspricht  dem  Sinne  und
der  Erzählung  besser.  W.  hat  ein  liztuom  gualt  (=  gewalt),  verkürzt ­
  den  Vers  und  macht  aus  dem  in  V.  irrig  gesetzten  Subst.  gewalt ­
  ein  Adj.,  welches  in  dieser  Zeit  nur  noch  Genes.  D.  1,  22  und
im  Ahd.  gar  nicht  vorkommt.  Auffallend  ist  hierbei  jedoch,  dass  in
keinem  der  beiden  Fälle  die  Lesart  der  jüngeren  Hds.  durch  die
der  nächstverwandten  ültern  bestätigt  wird,  wesshalb  ich  ungeachtet
der  Bemerkung  Fed.  Bech’s  in  Pfeiffer's  Germ.  8,  467  die  von  mir
zu  Genes.  D.  1,  22  vorgeschlagene  Aenderung  in  gewaltec  oder
gewaltich  doch  beibehalten  möchte.
781.  der  chunic  liebet:  pfleget.  Auffallend  ist  hebet  für  hebit  in  V.  ;
des  Reimes  wegen  steht  es  schwerlich,  da  e:  a  oft  genug  reimt,  z.  B.
763  gebete  :  wäte;  712  lebe:  gehabe  u.  dgl.  Es  setzt  das  ahd.  habjan,
  hebjan  =  haben  voraus.  Vgl.  Physiologus,  Fdgb.  daz  tier  hebit
so  süzzen  staue  18,11.  der  helfanl,  ter  hebit  mihila  verstannussida
an  imo  unde  ne  hebit  nelieina  lihhamhaftiga  geruna(=  gerunga)
ebda.  20,  9.  Vgl.  Müllenh.  und  Scherer’s  Denkmäler  X,  25.  26.
27.  Gloub.  1288.  und  Kaiserchr.  D.  26,  22.
            
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