Geschichte Josepli's in Aegypten. H8 1
732. Fast der gleiche Vers Bücher Mosis D. 26, 26 er hfz sfneu hivven
sin vilie mit ime triben.
733. siniu chindahe. Die Kürze der Ableitungen auf ach in ihrer ursprünglichen
Gestalt und Betonung erhielt sich gegen die sonst gewöhnlich
eintretende Verlängerung der alten kurzen Vocale bis in
die neueste Zeit, vgl. Hahn’s mhd. Gramm. 2, 21 u. 38.
736. der järe not dei nu zugent. Der Beim Hesse sich nach W. not:
zuo gät leicht verbessern, allein der Vf. scheint den Nachdruck
auf Jahre gelegt zu haben, sonst hätte er die so nahe liegende
Aenderung selbst vorgenommen.
739. leides, des er sich nu lange liät frezzen; er soll alles Ungemachvergessen,
wegen welches er sich nun lange abgezehrt, gegrämt hat.
Vgl. über diese seltene, sonst nirgend vorkommende Bedensart
das mhd. Wtb. 1, 761. Ob das n im Infinitiv bei virgezze absichtlich
durch den Vf. oder nur durch den Schreiber aus Versehen ausgclassenwurde,ist
schicer zu entscheiden. Wie die Note zu 28 zeigt,
scheint eher das erstere der Fall zu sein.
741. Der zweite Vers würde besser reimen, manec zäher uf in wiel,
allein V. 821 ist ganz der gleiche Vers und Beim auf yi 1.
742. si vingen sich zesamene mit den brüsten ist selten, sie twanc in
ze iren brüsten, liepliche sie in custe Graf Rudolph I b , 6.
746. schiere über al iz fuor; schnell verbreitete sich die Nachricht;
eine seltene Redensart, sonst heisst es: da chom ze hove märe
Roland 216, 8. daz msere witen kreis Servat. 1866. do fuor daz
m»re über al Diem. 234, 10. daz mmre flouch do witen Wernh.
Maria 637 bei Greif S. 29 und Troj. Kr. 13.399. diu märe vlugen
witen Katharina 713, Pfeiffer’s Germ. 8, 160.
746. Besser wäre Do Jnsep mit in ze hove gi. Die Hds. hat gi : inphienc,
entweder muss also giench: inphiench oder gi: inphi gelesen
werden, wie in V. 942.
749. Geber chneht und scalch 892. 898. vgl.Beinh. Beckstein in Pfeiffer’s
Germania 8, 333. — si wären guoter slahte. Aehnlich zwenzic
megede alle schone und guoter slaht Flore S. 1697. ein
schceniu maget guoter slaht ebda. 3080.
768. Besser wäre zu lesen: mit in in Egyptelant.
769—761. In diesen Versen herrscht offenbar grosse Ungenauigkeit in
Beim und Metrum, welche ohne viele Willkührlichkeit nicht leicht
zu beseitigen ist.