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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Geschichte  Joseph’s  in  Aegypten.

373

374.  In  der  Hds.  steht  nach  bräht  A  als  Zeichen,  dass  etwas  fehlt.  Es
ist  liier  der  in  den  Hdss.  so  häufig  vorhommende  Fall,  dass  sich  der
Schreiber  von  einem,  Worte  auf  ein  nachfolgendes  gleiches  verirrte.
Das  Fehlende  wurde  hier  zwar  vom  Corrector  am  Rande  des  Blattes
beigesetzt,  aber  vor  dem  Einbinden  des  Buches  nicht  in  den  Text
nachgetragen  und  so,  wie  noch  oftmals,  weggeschnitten.
573.  minnecliche  die  Hds.,  der  Vers  hat  ursprünglich  gelautet  entweder
wie  im  Text  verbessert  ist,  oder  es  stand  wie  in  W.  er  antwurte  in
vile  minneelichen.
376.  vnrhten:  geheizen  ist  nicht  möglich,  besser  wäre  entsitzen:  geheizen, ­
  oder  fride  si  Euren  gewurhten,  Thaten,  Handlungen,  Verdiensten; ­
  vgl.  über  dieses  WortDiemer  zur  Geling  de  1011  in  dessen  Beiträgen ­
  4,  116  und  das  mhd.  Wtb.  3,  393.
377.  W.  Er  sult  .  .  haben.  Ich  glaube  nicht,  dass  in  W.  Er  =  Ir  steht,
solche  Fehler  in  den  grossen  Anfangsbuchstaben  der  Absätze  rühren
in  der  Regel  nur  von  dem  Rubricator  her;  derselbe  Fall  ist  auch
W.  67,  21.  wo  V.  ebenfalls  das  richtige  Ir  hat.
378.  daz  ir  mir,  alle  Hdss.  haben  daz.  Besser  schiene  mir,  es  weg  zu
lassen  oder  dafür  da  zu  lesen.  Ihr  sollt  mit  Recht  behalten,  ivas
euch  Gott  geben  wollte,  da  ihr  mir  das  Geld  gäbet  und  keines
nähmet,  das  habe  ich  behalten;  so  wolle  Gott  euch  beschützen.  At
ille  respondit.  Fax  vobiscum,  nolite  timere:  Deus  vester  et
Deus  patris  vestri  dedit  vobis  thesauros  in  saccis  vestris;  nam
pecuniam,  quam  dedistis  mihi,  probatam  ego  habeo  Genes.  43,  23.
383.  geben,  swv.  in  der  Bedeutung  von  beschenken.
384.  chom  :  gäben  kann  nicht  reimen,  man  lese  ir  gebe  gäben  si  im.
390.  man  könnte  den  langen  Vers  auf  folgende  Art  abkürzen:  und  sendet ­
  oder  sande  dir  sin  trütkint.
392.  er  ime  zuo  sprach.  Diese  Lesart  scheint  nach  dem  Flur.'im  folgenden
Verse:  nu  saget  mir  fehlerhaft,  wesshalb  W.  verbessert  er  zin
sprach.  Berücksichtigt  man  aber,  dass  Joseph  an  die  Brüder  nur
eine  Nebenfrage  richtet  und  sich  vor  Allen  nur  an  Benjamin  wendet,
und  ihm  freudig  zuruft:  'Gott  möge  dich  segnen  ,  so  erscheint  das
ime  einigermassen  gerechtfertigt.
393.  der  ämer  begunde  in  ane  gen,  Wehmuth  ergriff  ihn.
396.  runnen:  ilen  reimt  nicht  gut,  auch  der  Sinn  ist  nicht  treffend.  Man
könnte  setzen:  dö  begunde  er  sich  verchunnen,  da  fing  er  an  die
Fassung  zu  verlieren.  Vgl.  mhd.  Wtb.  1,  81t  und  Vers  398  linde
            
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