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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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J.  D  i  e  m  e  r

549.  nement  für  nemet,  erscheint  nur  in  diesem  einzigen  Falle.
551.  Diesem  Verse  fehlt  das  Reinmort  auf  irretiiomes,  dar  timbe  dürfte
ungeachtet  des  mangelnden  s  genügen,  indem  derlei  über  die  Reimbuchstaben ­
  hinausreichende  s  öfters  Vorkommen;  ja  selbst  noch  in
Wernher’s  Maria  bei  Greif  voleiste:  geistes  p.  16.
552.  weisen:  genaden  ist  kaum  zulässlich,  auch  ist  die  Wiederholung
von  genaden  gleich  im  folgenden  V.  unwahrscheinlich,  lies  zeiirer  reise.
Ch.  reit  in  mitte,  so  iz  dd  zi  theru  reisu  biquam  Otf.  IV.  4,  17.
556.  Der  Vers  ist  schlecht,  viel  besser  hiesse  es:  Intzel  sol  ich  mich
gefrowen,  e  ich  euh  muoz  aver  sliowen.
557.  Die  Hds.  hat-  Weinente  er  chuste,  ebenso  W.;  dem  Reim  kann
durch  die  einfache  Umstellung  in  Weinente  chuste  er:  brüder  oder
Weinende  er  chuste  Benjamin  ioh  die  brudir  sm,  auf  geholfen
werden,  allein  man  muss  fast  Anstand  nehmen  etwas  zu  ändern,  da
die  beiden  älteren  Hdss.  die  so  nahe  liegende  Verbesserung  nicht
brachten;  K.  hat  jedoch  93,  23  Weinunde  ehuster.
559.  Statt  dinoten:  vürlen  könnte  man  setzen  dinöten:  handeloten.
560.  Könnte  des  bessern  Reimes  wegen  gelesen  werden:  si  chömen  in
Egiptum:  gestuontun.
562.  beväch  mir  die  kemenäten  al,  nimm  alle  Gemächer  in  Anspruch.
W.  hat  behäcli,  was  nicht  so  gut  scheint.  Joseph  benöthigt  für  seine
Brüder  nicht  bloss  den  Speisesaal,  sondern  alle  zu  Gebote  stehenden ­
  Gemächer  zur  Aufnahme  und  Wohnung  für  seine  Brüder.
563.  Würde  besser  heissen:  gib  uns  ezzenes  genuoc,  oder  gib  uns
heute  genuoc,  ich  wil  ze  mitteme  tage  mit  in  wirtscaft  haben.
566.  lies  durh  den  fundenen  scaz.
569.  er  vernam  in  (Dat.  Pl.J  do,  vgl',  zu  22.
570.  hesse  sich  bessern:  dö  wir  nähest  hi  würben  unde  wider  heim
vuoren.  nähest  heisst  hier  neulichst,  jüngst,  vor  kurzer  Zeit.'  do
ich  aller  Hiebest  von  dir  schiet  Dietmar  v.  Aist,  MSF.  40,  13.
do  ich  si  nähest  sach  ebda.  6,  21.  vgl,  noch  Gottfd’s  Tristan,  Hahn
40,  39.  Bartsch  LD.  286,  71.
572.  Die  Lesart  m  V.  daz  wirz  ne  wizzen  ist  unklar;  durch  die  Aenderung
  des  daz  in  dä  wird  der  Sinn  hergestellt:  Dies  wird  Gott  wissen,
woher  das  Geld  kam,  da  wir  es  nicht  wissen.
573.  dem  so  der  Hds.  wäre  sä  vorzuziehen;  den  haben  wir  alsbald  zurück
gebracht,  brälit  auf  bristet  reimt  nicht,  man  könnte  lesen  den
iiabe  wir  sä  bräht  widere,  daz  sin  bristet  niene.
            
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