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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Geschichte  Joseph's  in  Aegypten.

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in  K.  Bei  dieser  Gelegenheit  will  ich  noch  einige  andere  bisher
unbeachtete  Belege  über  den  Gebrauch  des  starken  Verbums  sitzen
und  gesitzen  anführen,  welche  für  meine  Ansicht  sprechen.  Dass
in  vielen  bloss  nur  ein  Schreibfehler  sei,  glaube  ich  kaum,  denn  vergleicht ­
  man  die  von  mir  bereits  früher  angeführten  und  die  im  mhd.
Wtb.  11,2,  329,40  ausdrücklich  mit  'Accusativ’  bezeichnten  Stellen;
so  dürfte  die  Richtigkeit  der  meisten  und  meiner  Annahme  kaum  mehr
einem  Zweifel  unterliegen:  chisitzet  mina  bergä  (possidet)  lsid.  7.
quemet  ir  gesegenöton  mines  fater  inti  gisizzet  iu  garo  rililii  fon
anaginne  uueralti,  possidete  paratum  vobis  (iu)  regnum  Tatian
132,  3.  in  iuueru  gethulti  gisizzet  ir  iuuuera  sela  (Accus.)  et  in
patientia  vestra  possidebitis  animas  vestras  ebda.  143,7.  iz  uuirdet
thob  irfullit,  so  got  gisazza  tliia  zit  Otfr.  I,  4,  69.  PF  gisazta,
also  gisazza  dieselbe  Bedeutung  wie  gisazta;  gisaz  er  sie  thö  scöno
ubar  burgi  sino  ebenda  IV,  7,81.  P.  wieder  gleichbedeutend  mit
gisazt  in  der  W.  Hs.,  obwohl  die  eine  Form  entschieden  dem  st.  Verbum ­
  gesitzen,  die  zweite  dem  schwachen  gesetzen  entspricht;  daz
gesemene  derubilwilligenten  (malignantium)  umbe  s  az  mich  Windb.
Psalm.  21,  18  bei  Gr  aff  S.  80.  du  salt  gesizzen  si  fürsten  über
alle  di  erden,  constitues  eos  principes  super  omnem  terram
Windb.  Psalm.  44,  23  bei  Graff  S.  204.  Im  Texte  steht  zwar
gesezzen,  aber  in  der  Hds.  nach  der  Note  gesizzen,  so  wie  231
geweicliit  sint  für  das  richtige  geweicbint  sint.  brütloft  sitzen,  sich
verehlichen,  Leyser’s  Fred.  78,  34  daz  er  brütloft  batte  gesezzen.
her  (=  er)  sazze  einen  tisch  herlich  Hother  1604.  Sazt  (die
Hds.  hat  Saz)  im  daz  riche  einen  stab  Helblg.  VIII,  126.  si  satzen
dar  in  ir  glas  unt  den  guoten  win  Kindh.  J.  Hahn  93,  33.  da
mite  gesatze  er  sinen  h.  lichename  Sp.  eccl.  39,  1.  Vgl.  die  Note.
si  satzten  (die  Hs.  A.  hat  aber  sazen)  sich  ze  ruowe  hin  Iwein
2749.  üf  sin  houbet  sazte  er  (M.  die  älteste  Hds.  hat  satzzer)  daz
Tristan.  Massm.  103,  29.  do  sazten  (11s.  satzen)  sine  gesellen
san  ir  houpt  ze  phande  Kathar.  1234  in  Pfeiffer’s  Germ.  8,  136.
Er  (Jason)  hete  gar  vergezzen,  daz  er  von  ir  (Medea)  gesezzen
was  in  wirde  manicvalt  und  daz  er  wart  von  ir  gewalt  an  der
wollen  sigehaft  Trojan.  Kr.  11213.  Vielleicht  wurde  das  starke
und  schwache  Verbum  sitzen  und  setzen  im  Volksmunde  öfters  mit
einander  verwechselt,  so  dass  eines  für  das  andere  mitunter  selbst
in  die  Schriftsprache  eindrang.
            
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