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J. D iemer
in Pfeiffer s Germ. 8, 470. Zu seil könnte man nachtragen an sin
(des tödes) seil schicken; an sin seil körnen, vgl. Grimm’s Mythol.
805. an oder mit dem seile seiden Graff Psalm. S. 370. vüere
dich niht veile an des tievels seile, daz ist manslaht unde meinhuor,
lügene, untriuwe unde huor Spiegel der Tugend 346 in den
Altd. Bl. 1, 102. zu seilen: mit ir sunden stänt si geseilet Fdgb.
2, 131, 20. der da wirt verteilet mit den divelen wirt er ewecliche
geseilet ebda. 132, 14. er werde mit des tiuvels banden
geseilet Stricker’s Karl 2914. vgl. noch Kaiserch. D. 385, 6.
Fdgb. 2, 194, 32. der hat dich geseilet mit siner girischeite
beien Gehugede 816.
337. den hunger honen, d. i. dem Hunger trotzen.
342 ff. Pharao loeutus est ad eos: Num invenire poterimus talem virum,
qni spiritn Dei plenus sit? Dixit ergo ad Joseph: Quia ostendit
tibi Deus omnia quae loeutus est, numquid sapientiorem et consimilem
tui invenire potero? Moses 41, 38.
343—5. Diese Verse scheinen in der Veberlieferung gelitten zu haben,
erstens sind sie meistens zu lang und die Reime nicht gut. Wahrscheinlich
fehlt etwas. Ich möchte vorschlagen zu lesen jäne mögen
wir niht vinden delieinen man so wisen, des gotes geistes so vollon,
so mich dunchet dirre man, der mine troume aleine so wol
hat ersceinen.
344. ersceinen, sivv. steht hier offenbar für ersceinet. Diese gegen die
Grammatik verstossende Freiheit hat im Streben, einen Reim auf man
zu erhalten, ihren Grund, einen troum ersceinen, offen-dar-oder
auslegen, vgl. mhd. Wtb. 2, 148. got erscheine mirn (den troum)
ze guote Flore und Bl. 1102.
345. weder jungen noch alt: gewalt, dass hier alt ohne Flexion steht,
hat entweder im Reim seinen Grund oder es fehlte schon in der
iiltern Hs. ein Subst. ich ne weiz in miner gewalt nieman, weder
jung noch alt, worauf sich der folgende Satz der dir si gelicli bezieht,
obwohl streng genommen auch die beiden Adjectiva ein Subst.
ersetzen und Fügungen, wie die obige nicht selten sind; vgl. Gramm.
4, 542. z. B. si wären rieh oder armen Ang. 28, 17.
351. öt ot, eilt, et et — ahd. ediert, nur ich heisse oder bin der Herr;
vgl. Gramm. 3, 287. 738 und das mhd. Wtb. 1, 412. Alle diese
Formen werden ohne Unterschied in Bezug auf Zeit und Land gebraucht,nur
erscheint ot häufiger in süddeutschen und österr. Denk.