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J. Diemer
die Rede und nur des Königs Gnade war es, die dem Mundschenk
wieder zu Theil wurde. Vielleicht wird in der Bedeutung dieses
Wortes gleich die häufige Folge einer gerichtlichen Verhandlung
anticipiert, so dass es auch ' frei werden bedeutet, was sowohl hier
als in den zwei anderen bezeichneten Stellen recht gut passt. Aber
auch die erste Bedeutung 'mit Freude und Zuversicht erwarten passt
nicht, wenn man sie nicht weiter ausdehnt, allenfalls' glücklich sein oder
werden . Das Wort verdiente noch eine eingehendere Untersuchung.
So scheint z. B. gedinge in den beiden Stellen Ang. 12,74.28,48.
keineswegs Hoffnung’ sondern 'Freiheit’ zu bedeuten_ So heisst es
dfne tugende seiden dir wol gedingen Roland 290, 1. vgl. auch
30, 21. 30, 23. 70, 16. 26. 149, 26. 306, 9. 43, 17. 132,
4. 133, 6. 143, 14. 149, 6.
234. Beide Reime Hessen sich leicht verbessern: du bütest ime den pechäre,
also du e gewon wäre; oder den pecliäre du ime Lutest,
also du e spulgtest.
233. Den zweiten Vers könnte man lesen so du an dem gewalte sizzest.
237. Statt vircoufet würde gerucket besser auf inzuccliet reimen.
241. lautete besser deme luinige du rate: genäile.
243. Statt ersheidan: nam würde besser reimen ersheinan.
248. W. unt daz die. Auch in V. würde die Einschaltung des daz zur
grösseren Deutlichkeit beitragen; im zweiten Verse lies besser daz
si sin nilit. Ein seltenes Compositum von vogel ist spilevogel, ein
Vogel, der spielt, oder mit dem man spielt, oder ein Mensch mit dem
man sein Spiel, seinen Scherz oder Spott treibt; er was rekte, als
men sprichet, der Hute spilevogel Predigtnüirlein, herausg. von
Pfeiffer in der Germ. 3, 429, 17.
249. ach ach, dieser verdoppelte Ausruf des Schmerzes findet sich selten;
ah ah denne, so chomint si danne Merigarto Uoffm. Fdgb. 2, 4,
34. ah ah diz mac wol sin vil harte guotspise Grimm’s Sendsehr.
Reinh. 648. ach ach diu vil sieche Isöt Ulrich’s v. Türheim Tristan,
Massm. 333, 20. ach und ach, du tummer ley, waz hast du an
mir gerochen? Elblin v. Eselberg, herausg. von Adalb. von Keller
230. ach ach und aber owe Martina 136, 57. 163, 39. vgl.
Gramm. 3, 295. Die verstärkte Form von ach ist och, vgl. mhd.
Wlb. II, 1, 430. Dieses och dürfte dem bisher unerklärten Worte
ioggen im Buche der Rügen 741 zu Grunde liegen, indem davon
wie bei ach ein Verbum ochen in der Bedeutung von seufzen, weh-