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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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J.  D  i  e  m  e  r

haben,  wie  sie  ihn  haben  könnten,  wenn  sie  frei  wären,  adele  sin.
vgl.  491.  hiezu  das  stf.  edile  in  der  Bedeutung  von  Abstammung,
Art,  daz  gevugele,  ig'eh'chez  näh  si'ner  edile  Fdgb.  2,  128,  4.
durch  sin  edel  er  ez  treit  Warn.  1944.  daz  hat  diu  edele  wol
erkant  ebda.  1709.  veredelen  aber,  aus  edler  Art  schlagen:  swä
veredelt  ein  jagehunt,  der  ist  bceser,  danne  ein  hovewart  Jüngling ­
  10.  der  veredelt,  der  ist  ein  gebäre  ebda.  1166.
217.  truerclicho  (=  trärlichen  Diem.  2.74,  6  oder  träreclicho),  ist  auffallend, ­
  eine  ähnliche  Form  ist  innerclichen  Diem.  314,  8.  Exod.
Fdgb.  88,  31.  MaiS,  32.  31,  18.  Gudr.  1208.
218.  getroumet:  irsceidet,  ist  zu  lesen  getroumot,  oder  man  kann  ändern
getroumet,  leider  sin  nieman  goumet.  Es  steht:  mir  ist  getroumet
Nib.  1449,  3.  wenn  bloss  das  Ereigniss  des  Traumes  gemeldet
wird;  mir  ist  getroumet  swäre  Reinh.  67.  mir  ist  ein  troum  so
swsere  von  iu  getroumet  Stricker  II.  III,  98.  mir  ist  getr.  von
im  unsanfte  ebda.  3,  32.  Vgl.  zu  Engelh.  3317.  mir  hat  get.  wenn
der  Traum  selbst  erzählt  wird.  Vgl.  Iwein  3317  u.  Gramm.  4,230.
220.  waz  ob  ir  mir  sagetet  waz  en  wäre  gescehen,  so  dieHds.;  W.  sagetet
  waz  iuwe  (I.  iu)  wäre  geseümet.  V.  scheint  sich  vom  ersten
soeben  auf  das  zweite  im  folgenden  Vers  verirrt  zu  haben.  Lies  ob
ir  mir  sagetet  märe,  waz  eu  gescehen  wäre,  der  engel  sagete
ime  märe  Diem.  340,  2.  er  saget  in  (dat.  pl.)  märe  Mar.  Fdgb.
187,  33.  Ich  habe  in  meiner  Ausgabe  von  Genes,  und  Exod.  zu
80,  30  das  Verb,  scämen  in  W.  in  der  Bedeutung  von  träumen
bezweifelt.  Mittlerweile  fand  sich  in  dem  von  Bened.  Greiff  in
Pfeiffer’s  Germ.  7,  303  herausgegebenen  Bruchstück  von  Wernher’s
Marienlied  V.  390  das  Subst.  masc.  schäm  in  der  Bedeutung  von
Traum,  es  kann  daher  auch  scämen  als  träumen  nicht  mehr  in
Zweifel  gezogen  werden.  Die  Stelle  lautet:  ie  was  an  der  selben
zit,  als  ein  man  oder  ein  wip  mit  swäregem  troume  sliefe  under
einem  boume,  dem  wäre  chomen  der  schäme  daz  er  entrunne
cliäme  vor  sinen  vianden;  und  er  darnäh  irchante,  swenne  er
irwachete.
223.  was  inswebet:  unhabe.  Das  t  über  den  Beim  hinaus  darf  nicht
auffallen,  indem  solche  Fälle  oft  Vorkommen.  W.  verbessert  indess
insuebe:  unhabe;  ungehabe,  Unwohlsein,  Unruhe,  insweben  =
entsweben,  einschlafen,  auch  V.  244.  ebenso  Fdgb.  1,  111,  13
di  dä  sohlen  wachen  di  sint  alle  entswcibet.  Also  er  des  nahtes
            
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