Geschichte Joseph’s in Aegypten.
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200. daz er si beginge, und 208 er begi si genöte, er pflegte sie.
Besser wäre swi so iz ime gevile.
201. innen worden: Worten, W. setzt in worden, gegen allen Gebrauch
die tenuis t, um, wie es scheint einen genauem Reim auf Worten,
verbis, zu erhalten, daz er al näh gote meinete, der Sinn ist, dass
er in Worten und Werken ganz nach Gott trachte, d. i. Gott vor
Augen habe.
206. er ne li si nilit swellen; vgl. 328. 398. 406. ir enruochet ob si
hungers swüllen Br. Phil. Maria 6291. das Glossar zu Genes. D.
u. M. Haupt in Müllenhoff und Scherer's Denkmälern S. 301.
207. er dinote in gote danc; W. in gotes dane. in gote danc ist nirgend
nachgewiesen. Der Sinn kann nur sein: er diente ihnen nach Gottes
Willen, Absicht, indem Gott die beiden Hofbeamten nur als Werkzeuge
für die Erhölmng Joseph's benützen wollte; daher heisst es
V. 278 auch, dass Joseph ihnen all’ das Gute gethan habe, daz
ime got gebot.
208. Der zweite Vers besser mit swiu unde er bete.
209. gewären, dieses verstärkte wären kommt sehr selten vor, K. setzt
lange stunde dä wären.
210. ir iwederer ist nicht fehlerhaft, ir ieweder passt aber besser im
Vers und genügt, ir ietweder dä wider was Troj. Kr. 43,294.
ir iewedere stach den anderen nider Alx. D. 219, 1. eines nalites
ist grammatisch anomal, da naht kein Subst. masc. sondern fern,
ist; vgl. über diesen adverbialen Ausdruck das mhd. Wtb. II, 1,
300. Ein unbelegtes Adj. naähtic findet sich in den beiden Ildss.
K. und F. von Stricker’s Karl, V. 8764, wo auch ein Compositum einnselitec
vorkommt: Christus ähtet die luinege die nu sint als ein
einnsehtec kint; arnniot ist einnehte, ir sunde sint in lendeglich
Ebernand, hrsg. v. Bechstein 412.
211. der cliunich bete si unsanfte besten: irgen, der König habe sie
rauh, ungnädig behandelt, besten = bestän, Part. Prät. für
bestanden.
214. ez vert umbe evh unrehte; als Gefangene in ungewisser Lage,
sind sie wegen der Träume beunruhigt und Joseph findet sie unmuthig
und verdriesslich, wesshalb er sie mit den Worten zurechtweist.
'Es geht schlecht mit euch, ihr benehmt euch heute übel, nicht wie
es Männern eures Standes ziemt’. Die Ursache ihrer Unruhe ist
offenbar, dass sie im Gefängniss keinen Ausleger ihrer Träume
Sit/.b. ,1. phil.-hist. CI. XLVIII. Bd. II. Hfl. 23