Geschichte Joseph’» in Aegypten.
3!i 1
2, 191, 18 ff. und 202 , 24 zeigt und darnach noch genauer Fcifalik
3823, bieten nur alle die ir herren waren entrunnen. Der
ganz gleiche Fall tritt auch im dritten Beispiele ein, wo es in der
entsprechenden Stelle bei Weismann 1268 heisst der üz von Tyren
entran; endlich steht auch bei Legs. 88, 33 S. Peter und sine gesellen
di unsern herren warn (so) entrunnen. Ferner sieht man, dass
in allen drei Stellen der Auslaut des vorhergehenden Wortes en hat.
Dieser fällt aber sehr häufig mit dem gleichartigen Anlaute des folgenden
Wortes zusammen und es ist also, wie auch die gleichen und
wenig späteren Texte haben, entrunnen und entran zu lesen. Schon
in der Anmerkung zu Diem. 249 , 26 sind hierüber viele Beispiele
geliefert. Ich füge liier noch einige andere hinzu, welche zeigen,
dass wohl aus Bequemlichkeit der Schreiber derartige Fälle gar
nicht selten sind: mit lachende munde (= lachendem) Kindh. J.
Halm 86, 80. nime indvunge (= niemen indwunge) V. 901. er
sprach har in sal unde hfr üz unsin (= uns sin) ein fri vart
Litan. Massm. 203. den salm er da niwen sanc(= niuwens sane)
Urst. 128, 3. das almahtigot=almahtic got und gotesun=gotes
sun sind allbekannt. Hieher gehört vielleicht auch des wazzers trän
(= wazzers strän), vgl. Fedor Bech in Pfeiffer’s Germ. 8, 475. sä
zehan do (= sä ze hant dö) lief ein bot Urst. 133, 71. ich hin
sam stete sam ingegen des windes brü daz mele Litan. Massm.
480, wo die entsprechende Stelle Fdgb. 225, 20 ausdrücklich hat:
vor der wintsprüt daz mel; don phien (=do enpliienc) daz lebendige
brot daz chindelin Urst. 130, 69. des dunchet mich, er
missetuo wan ern tert (= er entert) selbe sich Kindh. J. Halm
102, 61. än angest wiren tun (= wir entün also) Urst. 113,
31. ein rein vaz si holde unt rüg (= unt truog) iz in ir gadem
hin Kindh. J. Hahn 88, 40. Einen ähnlichen Fall vermuthet auch
Benecke zu Iwein 4164. daz ich ir dewedern vant mit den Worten :
'steckt in der vorletzten Silbe ein en? vgl. 5762 ivo es heisst daz si
dewederez envant.’ sin kleider, die er trüc wären ouch mitelmczec,
wand ez ist wol ezec (= wol lezee) swaz allen luten mite
hilt Passionale, Köpke 429, 84. vgl. hierzu Fedor Bech''s Spicil.
verbor. p. 17. der keiser was vil gar ein eiser (= ein neiser)
der Christenheit ebda. 303, 62 und Bech a. a. O. p. 13. Das von
W. Müller im mhd. Wtb. aus dem Frauenlob angeführte trinnen
betrachtet er selbst als zweifelhaft und als für trennen stehend. Das