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J. D i e m e r
IS9. W. (lullt in; V. hat noch den Dativ diihte im, der nur im Ahd.
vorkommt.
1G1. der steht hier nach ahd. Art für deme der.
162. swi ich wäre sin scalch, der mir allez sin g'iiot bevalch, dass ich
gegen ihn, der mich gekauft hatte, eine solche Treulosigkeit beginge,
obgleich (oder ungeachtet) ich sein Diener bin, dem er all sein Gut
anvertraute und der von all’ dem, ivas er besass, keine Kenntniss
hatte, sondern nur von so viel, als ich ihm geben will, da ich alles
unter mir habe.
164. Lies besser ni war also vil.
165. Lies ich walte sin alles.
169. 170. Diese zwei Zeilen scheinen verderbt, gescali: vant ist noch
möglich, kaum aber werelies: bedorfte. Man könnte lesen: daz si
in einen sach, ich ne waiz waz er worbte, da er nimannes zuo
bedorfte.
175. nebein ente, adverbialiter, auf keine Weise, wie manigen ende,
hie und da, auf mancherlei Art, vgl. zur Gehugde 445.
177. Ganz gleich heisst es bei Diem. 34, 21 sinen wech er danne zöh.
178. Also er ir trän, W. also er ire intran. trän ist wohl ein Schreibfehler
für entran. Ein stv. trinnen, trinne, trän, trunnen ist noch
nicht mit Sicherheit nachgewiesen. Es soll nach Gramm. 1 , 940
jungo, concurro, nach Gramm. 2,35 congregare,segregare? heissen.
Ich möchte glauben, dass Grimm Recht hat, wenn er zur letzteren Bedeutung
ein Fragezeichen setzt, denn trinnen vereinigen, ist doch das
Gegentheil von entrinnen, zerstreuen, entwischen. Die Belege für
die Bedeutung von trinnen als ' auseinander gehen, absondern ’ kommen
mir nicht so entscheidend vor, als sie auf dem ersten Blick erscheinen.
Dahin gehören vor allen die Stellen Diem. 350 , 19 di ir
herren wären strunnen (= trunnen) und jene ebenda 350, 28 die
sint ire herren trunnen ; dazu kann man noch fügen : so wart
Dario chunt mit (1. von) einem der vone tyren trän Alex. D.
211 , 27. Man beachte aber den keineswegs gleichgiltigen Umstand,
dass in der Kaiserch. D., welche 19 , 27 bis 20 , 23 die ganze
Stelle aus dem Lobliede v. h. Geist von S. 349, 20 bis 350, 24 fast
wörtlich entlehnte, nicht si waren trunnen, sondern entrwenen (7. enttrunnen)
steht imd dass die Heidelb. Hds. V. 645 und mit ihr die
meisten anderen ebenfallsnur entrunnenhaben. Auch Wernh. Marienl.
dessen Vf. das Gedicht v. li. Geist ebenfalls benützte, wie Fdgb.