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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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.T.  Die  in  e  r

144.  geswase,  ebenso  1009,  heimlich,  vertraulich,  hier  ‘zurückgezogen,
allein.  Das  Wort  ist  im  Mhd.  selten  ;  Golk,  svis,  ahd.  s'väs,  Ad),
eigen,  angehörig:  er  sagtimo  gisväso  Merigarto  Bl.  2“,  27  bei
Müllenhoff;  er  beginnet  vil  dicke  weinen,  swesliche  tougen  Gloub.
1764  und  1386.  da  g-anc  geswäsliche  hin  Gotf.  Trist.  Hahn
141,  11.  Das  Subst.  geswasheit  Kaiser  eh.  D.  413,  6  tot  saz
er  in  einer  geswasheit.  nim  den  andern  tongenliche  in  dine
geswasheit  ebda.  116,  12.  Vgl.  noch  Wernher  von  Elmend.  136.
670.  878  in  Haupt's  Zeitschrift  Bd.  IV.  und  Graff’s  Sprachsch.
6,  903  ff.  —  gecliöse,  vertrauliche  Rede.  Merkwürdig  sind  zwei
Composita  im  Wiener  hohen  Liede  von  J.  Haupt:  die  vil  snozecliehe
gcmahelchoset  haben  43,  4  und  ir  oren  ne  rnngen  nieht  verneinen ­
  des  brntsanges  linde  mandelchösennes,  des  got  tuot  mit
den  reinen  herzen  ebda.  67,  9.  mandel  ==  inende,  Freude.
147.  Diesem  Satze  fehlt  das  Object.  Entweder  muss  es  heissen:  über
in  ne  geslatte  deheinen  sinen  viant,  oder  über  in  gewalt  ne  gestatte
deheineme  viande.
130.  daz  er  in  besuolite;  besuoeben  sivv.,  hier  wie  427.  1199.  Diemer
139,  4  und  öfter  noch  in  der  Bedeutung  von  versuchen,  prüfen.
Statt  gezwivelote  könnte  des  besseren  Reimes  wegen  leicht  gesetzt
werden:  ob  er  sin  ouh  gernohte.
131.  ff.  Die  ganze  hier  folgende  Geschichte  Joseph's  von  dem  Versuche
der  Frau  Putiphar’s  ihn  zu  verführen,  sein  Aufenthalt  im  Kerker,
die  Auslegung  der  Träume,  sowol  des  Mundschenks  als  des  Bäckers
und  dann  des  Königs  selbst  bis  zur  Einsetzung  Joseph’s  in  die
lcönigl.  Gewalt  findet  sich  ausführlich  in  Griesh.  Fred.  1,  97—99.
132.  siner  frowen  liehen.  Ein  noch  unbelegtes  Compositum  zu  frowe  ist
zuofrowe;  dö  was  eins  priesters  frinndin  oder  ein  zuofrowe  Predig ­
  t  mär  lein  in  Pf.  Germ.  3,  433,  30.
133.  Der  Sinn  dieser  Stelle  ist  nach  beiden  Handseh.  nicht  recht  klar
oder  passend.  Man  kann  nicht  annehmen  dass  die  Frau  des  Putiphar
  den  Joseph  vor  den  Leuten  an  sich  gelocht  und  an  Unanständigkeiten ­
  gewöhnt  habe,  denn  gerade  vor  'Zeugen  wird  sie  es  ivohl
vermieden  haben,  daher  passt  der  Gegensatz:  icas  nicht  angemessen
gewesen  wäre,  wenn  sie  es  vor  Gott  machte,  durchaus  nicht  hieher,
ebenso  wenig  der  Accus,  si;  beiden  würde  auf  einfache  Art  aufgeholfen, ­
  wenn  man  statt  lohte,  (lallte:  mähte  setzen  würde,  daran
dachte  sie  nicht,  ob  sie  solches  wohl  vor  Gottthun  dürfe,  verantworten
            
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