Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

344

J.  I)  i  e  ni  e  1*

l 3 ,  93;  da  was  der  weinege  man  harte  barliche  gelän  Rotlier
2441;  öwi  daz  icli  ie  geborn  wart,  ich  vil  weineger  man,  waz  ich
lieber  kinder  verlorn  hän  ebenda  479.  Uber  kint  auch  als  sfm.  vgl.
Diemer  zur  Gelmgede  519  und  das  Glossar  zur  Genesis  D.  unter
chint,  über  das  Adj.  kindisc  als  jung,  jugendlich,  ebda,  und  MSF.
4,  10.  davon  das  ahd.  chindisea,  Jugend,  der  vone  siner  chindiska
in  gote  arbeitet  unzi  an  sinen  enti  Fdgb.  1,  61,  17.
55.  nn  gene,  du  frage,  wi  ir  dinc  wäre.  W.  nu  gench,  tuo  wäre,  wie
ir  dinch  vare.  Beides  ist  richtig,  nur  ist  nach  gene  du,  unde  ausgelassen, ­
  und  die  Redensart  wi  ir  dinc  wäre  nicht  so  üblich,  wie
jene  in  W.  Die  Imperative  mit  du  sind  nicht  selten  z.  B.  du  bedenciie
  514;  du  geruche  977.  unde  wird  nämlich  ico  es  zivischen  zwei
Zeitwörtern  stehen  sollte,  besonders  in  älteren  Denkmälern  wie  im  vorliegenden ­
  nicht  selten  ausgelassen;  vgl.  Gramm.  4,  216.
56.  mich  ist  michel  wunder  (vgl.  zu  4j*9  °I )  * r  deheiner  si  gesunder;
W.  setzt  dcliein,  vermeidet  also  die  Wiederholung  mehrerer  Wörter
mit  gleichem  Auslaute.  Uber  die  volle  Flexion  gesunder  vgl.  Gramm.
4,  493.  so  heisst  es  Kaisercli.  D.  328,  15  du  ligest  in  disem
wazzer  chalter  unt  nazzer.
58.  min  trutkint,  ebenso  590;  trutherre  1150;  sehr  viele  solche  Composita
  mit  trut  führt  Jac.  Grimm  in  seinem  Sendschreiben  an  Lachmann ­
  S.  06  auf
59.  liuf:  tiuf,  beides  ahd.  Formen  für  lief:  tief  wie  auch  W.  hat;  vgl.
594;  597.
61.  hinnen  unde  ennen  irre  gän;  da  und  dort  herum  suchen,  eines  dinges,
  oder  näcli  einem  dinge  irre  gän  heisst  nicht  sich  verirren,  sondern,wie ­
  die  im  folgenden  V.  gestellte  Frage  waz  er  dä  suohtc  beweist,
nach  einer  Sache  irrend,  d.  h.  suchend  herum  gehen,  oder  suchen,
oder  abgeleitet,  eine  Sache  begehren,  wünschen.  Andere  Beispiele
sind:  swer  nu  des  rlches  irre  ge,  der  schouwe,  wem  der  weise
ob  sime  nacke  ste  Waith.  Pf.  97,  10  u.  Anm.;  lä  sie  niht  lange
ir  sedeles  irre  gän  ebda.  171,  8;  Wir  hänt  eine  sele  veile,  do
sprach  der  tiufel:  '  des  koufes  gange  ich  irre  ’  Predigtmärlcin,  heransg.v.
  Pfeiffer,  Germ.  3,  412,  27;  ein  buoch  heizet  daz  anegenge,
swer  des  mmres  irre  gät,  der  suoch  iz  dar  an,  wand  ez  dä  stät
Kindh.  J.  Hahn  68,  71.  lliehcr  gehört  vielleicht  auch:  irre  faren
after  lande  Kaiserch.  D.  11,  14;  12,  12;  oder  do  der  knabe  wart
irre  siner  ammen  Troj.  Kr.  523.  was  vermissen  heissten  dürfte,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.