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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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v.  Sacken

westlicher  als  Peschiera  am  See  gelegene  Ort  als  Zwischenstation;
auch  das  Itinerarium  Hierosolymitanum  führt  Ariolica  nicht  an;  keinenfalls
  war  es  sonach  eine  Ortschaft  von  Bedeutung.
Wenn  man  sich  auch  schliesslich  kaum  der  Überzeugung  wird
entschlagen  können,  dass  hier  ein  Pfahlbau  bestand,  von  dem  die
beschriebenen  Funde  herrühren,  so  erscheint  doch  zur  Bildung
eines  endgültigen  Urtheiles  eine  weitere  wissenschaftliche  Untersuchung ­
  ad  hoc  und  die  Verfolgung  der  gewiss  noch  nicht  abgeschlossenen ­
  Entdeckung  sehr  wünschenswert!),  insbesondere  um
durch  die  Anordnung  des  Pfahlwerkes  sicher  zu  stellen,  ob  dasselbe
ausgedehnteren  Wohnungen  als  Fundament  gedient  habe,  oder  vielleicht ­
  doch  nur  als  Palisadenwerk  anzusehen  sei,  ob  also  die  Culturreste
  von  Seeansiedlern  oder  Landbewohnern  herrühren.  Die  Richtung, ­
  nach  welcher  jetzt  weitere  Nachforschungen  zu  dirigiren
wären,  kann  nicht  zweifelhaft  erscheinen.  Die  Breitegrenzen  der
Pfahlstelle  sind  ziemlich  festgestellt;  sie  fallen  zwischen  den  Linien
a  b  und  e  f(s.  den  Plan);  gegen  die  letztere  hin  wurden  die  Pfähle
schon  sparsamer,  über  dieselbe  hinaus  hörten  sie  ganz  auf,  wie  auch
der  Fundort  von  Bronzegegenständen  und  Gefässen  vornehmlich  in
den  Raum  ab  c  d  fällt;  ebenso  zeigten  sich  von  a  b  gegen  das  Land,
resp.  die  Festungsmauern  hin,  keine  Pfähle  mehr.  Die  Länge
dagegen  ist  noch  unbestimmt  und  es  scheint  mit  der  Linie  bf  die
Grenze  noch  nicht  erreicht  zu  sein;  gerade  gegen  diese  zu,  bei  den
Signalpiloten  2,  3,  4  waren  die  Funde  am  ergiebigsten  und  die  in
der  Verlängerung  dieser  Richtung  von  mir  vorgenommene  Baggerung ­
  beip  wies  durch  die  Schichtung,  pflanzliche  und  Culturüberreste
Verhältnisse  auf,  die  für  den  Bestand  eines  Pfahlbaues  besonders
charakteristisch  sind.  An  der  Nordostseite  dürfte  sich  über  die
Linie  de  hinans  kaum  eine  Fortsetzung  erwarten  lassen,  da  gegen
diese  hin  die  Pfähle  nur  mehr  spärlich  vorkamen,  weitere  Nachforschungen ­
  an  dieser  Stelle  sind  durch  die  gegenwärtigen  Arsenalbauten ­
  unzulässig  und  es  wird  nach  dieser  Seite  hin  die  Grenze  wohl
unbestimmt  bleiben  müssen.  Eine  negative  Bestimmung  gibt  der
Umstand,  dass  bei  Austiefung  des  70  Klafter  von  dieser  Linie  gegen
Nordost  gelegenen  Canales  für  die  Cursdampfer  LM  gar  keine  Pfahlspuren ­
  mehr  Vorkommen.  Für  die  Ausdehnung  nach  der  entgegengesetzten ­
  Richtung,  gegen  Südwest  spricht  auch  die  Auffindung  von
vielen  mit  den  aus  dem  See  gehobenen  völlig  gleichen  Geschirr-
            
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