334
v. Sacken
westlicher als Peschiera am See gelegene Ort als Zwischenstation;
auch das Itinerarium Hierosolymitanum führt Ariolica nicht an; keinenfalls
war es sonach eine Ortschaft von Bedeutung.
Wenn man sich auch schliesslich kaum der Überzeugung wird
entschlagen können, dass hier ein Pfahlbau bestand, von dem die
beschriebenen Funde herrühren, so erscheint doch zur Bildung
eines endgültigen Urtheiles eine weitere wissenschaftliche Untersuchung
ad hoc und die Verfolgung der gewiss noch nicht abgeschlossenen
Entdeckung sehr wünschenswert!), insbesondere um
durch die Anordnung des Pfahlwerkes sicher zu stellen, ob dasselbe
ausgedehnteren Wohnungen als Fundament gedient habe, oder vielleicht
doch nur als Palisadenwerk anzusehen sei, ob also die Culturreste
von Seeansiedlern oder Landbewohnern herrühren. Die Richtung,
nach welcher jetzt weitere Nachforschungen zu dirigiren
wären, kann nicht zweifelhaft erscheinen. Die Breitegrenzen der
Pfahlstelle sind ziemlich festgestellt; sie fallen zwischen den Linien
a b und e f(s. den Plan); gegen die letztere hin wurden die Pfähle
schon sparsamer, über dieselbe hinaus hörten sie ganz auf, wie auch
der Fundort von Bronzegegenständen und Gefässen vornehmlich in
den Raum ab c d fällt; ebenso zeigten sich von a b gegen das Land,
resp. die Festungsmauern hin, keine Pfähle mehr. Die Länge
dagegen ist noch unbestimmt und es scheint mit der Linie bf die
Grenze noch nicht erreicht zu sein; gerade gegen diese zu, bei den
Signalpiloten 2, 3, 4 waren die Funde am ergiebigsten und die in
der Verlängerung dieser Richtung von mir vorgenommene Baggerung
beip wies durch die Schichtung, pflanzliche und Culturüberreste
Verhältnisse auf, die für den Bestand eines Pfahlbaues besonders
charakteristisch sind. An der Nordostseite dürfte sich über die
Linie de hinans kaum eine Fortsetzung erwarten lassen, da gegen
diese hin die Pfähle nur mehr spärlich vorkamen, weitere Nachforschungen
an dieser Stelle sind durch die gegenwärtigen Arsenalbauten
unzulässig und es wird nach dieser Seite hin die Grenze wohl
unbestimmt bleiben müssen. Eine negative Bestimmung gibt der
Umstand, dass bei Austiefung des 70 Klafter von dieser Linie gegen
Nordost gelegenen Canales für die Cursdampfer LM gar keine Pfahlspuren
mehr Vorkommen. Für die Ausdehnung nach der entgegengesetzten
Richtung, gegen Südwest spricht auch die Auffindung von
vielen mit den aus dem See gehobenen völlig gleichen Geschirr-