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v. Sacken
eine Vewirrung der Verhältnisse eingetreten sein kann, eine Altersbestimmung
für die ganze Masse gründen zu wollen; indess kann
dieser Fall im Zusammenhang mit anderen Bedeutung erhalten.
Gegen die Gleichzeitigkeit spricht wohl auch der Umstand, dass
die Münze aus römischer Legirung mit Zink besteht, während die
Geräthe keine Spur von diesem Metalle enthalten.
Es entsteht nun die Frage, ob die dem Garda-See enthobenen
Culturreste von einer isolirt in den See hinein gebauten Ansiedlung
oder einem mit Piloten versehenen Uferbau herrühren, ob die
Fundstelle schon in der ältesten historischen Zeit mit Wasser überfluthet
war oder ob dies erst später geschah.
Zur Beantwortung dieser Frage müssen die Terrain-Verhältnisse
in Betracht gezogen werden. Diese sind von eigenthümlicher
Art. Hier am Ausfluss des grossen Sees dürfte ein beständiger Kampf
zwischen Wasser und Land stattgefunden haben und es lassen sich
die Verhältnisse, die ehemals bestanden, nach Analogie der in den
letzten Jahrhunderten beobachteten ziemlich klar nachweisen 1 ).
Man kann wohl mit Bestimmtheit annehmen, dass die Landtheile,
auf denen das heutige Peschiera steht, in früheren Zeiten
zumeist Inseln waren. Die beiden Festungsgräben ABC und LMN
sind künstlich hergestellte Ausflüsse, zwischen denen die natürlichen
zu suchen sind. Verschiedene sehr alte, vielleicht noch spät
römische Baureste, die zum Theil von den späteren Festungswerken
unter den Scaligeri im 14. Jahrhundert und neuerer Zeit überbaut
wurden, geben manche wichtige Anhaltspunete, indem sie hie und
da das alte Ufer bezeichnen. Die punctirten Linien auf dem Plane
geben den wahrscheinlichen Umriss des ehemaligen Festlandes. Es
scheinen von jeher zwei Hauptausflüsse gewesen zu sein, von denen
der noch jetzt bestehende, der Mincio, der bedeutendere war; sein
Südufer mit einer Erhebung von 8 — 15 Fuss war der Inselbildurig
weniger günstig, dagegen der Arm an der nordöstlichen sumpfigen
Küste ein fortwährendes Schwanken in dem Verhältniss zwischen
Wasser und Land bedingte. Bis in die Gegenwart lässt sich hier
die wuchernde Inselbildung verfolgen und wird durch Vergleichung
der alten Pläne von 1696 und 1713 mit dem gegenwärtigen Bestände
ersichtlich, während der Hauptarm durch massige Uferbauten schon
i) Die folgende Darlegung beruht auf den Angaben des Hin. Hauptmann’s J. Kostersitz.