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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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v.  Sacke  n

den  Armen  von  Frauenskeletten  stacken.  Wie  die  meisten  Armringe
musste  er  heim  Anlegen  über  die  Hand  gezogen  werden,  da  er  viel
zu  stark  ist,  um  dabei  gebogen  zu  werden.  Etwas  kleiner  ist  ein

runder,  bandartiger  (Fig.  40)  von  1  Zoll
7  Linien  Durchmesser,  aus  einem  schmalen,
mit  Kreisen,  vertieften  und  gestrichelten  Fäden ­
  reich  verzierten  Streifen  gebildet,  der
sich  zu  einem  Häkchen  verjüngt,  welches  in
ein  am  anderen  Ende  (angebrachtes  Loch  ein-Figr-

  40.

zulegen  ist.  Ob  einige  andere  drahtartige  theils  etwas  offene,  theils
ganz,  auch  anderthalb  Mal  zusammengebogene  Ringe  von  l J / 3 —2y 4
Zoll  Durchmesser  als  Armbänder  anzusehen  sind,  oder  ob  sie  eine
andere  Bestimmung  hatten,  ist  schwer  zu  entscheiden.  Ein  1  Zoll
2  Linien  grosser  Drahtring  mit  breit  geschlagenen  Enden  diente
vielleicht  als  Schmuck  des  Ohres.
11.  Von  unbekannter  Bestimmung  sind  mehrere  aus  Bronzestreifen ­
  zusammengebogene  ,  röhrenartige  Spiralen  (Fig.  41).  Vielleicht ­
  bildeten  sie,  an  einen  Faden  gefasst,  einen  Hals-Fig-.
  41.
schmuck,  wenigstens  scheinen  ähnliche  Spiralcylinder  der
jllp)  Hallstätter  Gräber  diese  Verwendung  gehabt  zu  haben,
zig)  Ein  drei  Zoll  langes  Röhrchen  ist  mit  einer  schraubenartigen
  Linie  versehen  und  dadurch  einer  Spirale  ähnlich.
Uli  Ein  räthselhaftes  Zierstück  ist  auch  ein  3y s  Zoll  langer,
gg  schmaler  Blechstreifen,  der  oben  in  zwei  Spiralgewinde
nnnli  pnto-onrongesetzter  Richtung  ausläuft  (Fig.  42)  •).

Ein  wie  ein  Kettenglied  gebogener  starker ­
  Draht,  fast  von  reinem  Kupfer,  dürfte
als  blosses  Materiale  anzusehen  sein.

Von  Eisen  kam  unter  den  vielen
Bronzegegenständen  nichts  vor;  bei  der
milden  Wirkung  des  Wassers,  welches
die  Bronze  gar  nicht  oxydirte,  würden
sich  eiserne  Gegenstände  ohne  Zweifel

erhalten  haben,  wenigstens  zeigt  die  im  Sande  gefundene,  allerdings ­
  jüngere,  aber  gewiss  300  Jahre  alte  eiserne  Speerspitze  kaum
eine  Spur  von  Rost.

i)  Kin  ähnliches  Stück  aus  Gold  s.  Worsaae,  Nordiske  oldsager  5G,  255.
            
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