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v. Sacken
Fig. 16
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6. Meissei, Pfriemen u. s. w. Im Allgemeinen kommen
unter den Bronzefunden Schmalmeissel sehr selten vor. Zwei aus
Fig. 18. dem Garda-See sind von eleganter Form; der eine
7 3 / 4 Zoll lang (Fig. 16), oben im Durchschnitt
quadratisch, ist zur bequemeren Handhabung durch
Abfassen der Kanten in Achtecksform gebracht; die
Breite der Schneide beträgt über 5 Linien; der andere,
6 Zoll lang, ist einfach vierkantig. Beide zei-Fig.
17. gen an den etwas breit geschlagenen Köpfen
lg» Spuren des Gebrauches.
Ein flaches 3'/^ Zoll langes, 8 Linien
breites Stück mit hohlgeschliffener Schneide
entspricht genau unseren heutigen Hohleisen
und war vielleicht in einen Hobel einzuschieben.
Mehrere 5</ 3 — 9 Zoll lange vierkantige
Stäbe, unten mit flacher, zweischneidiger
Spitze (Fig. 17) dürften als Bohrer, besonders
Steinbohrer gedient haben, sie waren offenbar
in ein Heft einzulassen, daher die eckige Form
und Verstärkung des Stammes gegen das obere
Ende zu. Andere scharf gespitzte theils vierkantige,
theils runde Geräthe von 2 i / i — 9
Zoll Länge scheinen verschiedentlich als
Pfriemen, Ahle, Griffel zum Eingraviren u. dgl.
gebraucht worden zu sein. Einige sind wieder
aus der stark kupferhältigen Bronzemischung.
Auch 4—5 Zoll lange Spitzen mit Tülle für
einen Stab von 4 — 6 Linien Durchmesser
kommen vor. Ein flacher, gerundeter Haken
(Fig. 18) diente wahrscheinlich als Schabwerk.
Stiel ist rund, unten kantig, um in ein Heft versenkt
werden zu können.
7. Nadeln, Nägel. Bemerkenswerth
st die grosse Anzahl von Nähnadeln und Stiften
von der trefftichst en Erhaltung, mit ausserordentlich
scharfen Spitzen und von einer Feinheit
und Gleichheit, die eine bedeutende Fertigkeit in der Fabrication
bekundet. Die Öhre befinden sich entweder ganz oben, wie bei unseren