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v. Sacken
FiV. 10.
kurzen, angelartigen Fortsatz, wie unsere jetzigen Messerklingen
der in das ausgehöhlte Heft gesteckt wurde; bei den unten breiten
schloss sich der Griff ohne Zweifel, ähnlich wie bei den Schwertern,
in Halbmondform an die Klinge an. Eine mit drei Nieten besteht
fast aus reinem Kupfer. Die Länge der Klingen wechselt
zwischen 2 s / 4 und 7 Zoll. Ähnliche solche Dolche, wie sie gewöhnlich
genannt werden, werden meist nur in Süd-Deutschland und
Fi s- 9 - der Schweiz gefunden, in den nördlichen
Ländern sind sie sehr selten i).
Bei einigen theils lanzettförmigen,
theils flachen, oben abgerundeten
spatelartigen Instrumenten
(Fig. 9, 10) ist eine flache Griffangel
mit aufstehenden Rändern vorhanden,
wieder von der geringen Länge von
2i/ 4 —2s/ 4 Zoll; die untere Ausschweifung
zeigt an, dass auch die Holzgriffe
nicht länger waren und bestimmt
genau den Raum für die fassende Hand,
der bei allen wenig von 2*/ s Zoll
differirf.
Merkwürdig ist ein ganz kleines
Messerchen mit zweischneidiger,
zugespitzter, unten flacher, oben grätiger
Klinge von 2 1 ( 4 Zoll Länge, an
der sich, in einem gegossen, der 1 Zoll
lange Griff mit einem Ringe am Ende
befindet, vielleicht ein Kinderspielzeug
oder ein Miniaturdolch, in ähnlicher
* Weise in symbolischer Bedeutung, wie
auch Miniaturbeile und Schwerter bisweilen in Gräbern Vorkommen.
l) Ähnliche aus dem Bieler-See, Keller in den Mittli. d. antiq. Gesellseh. in Zürich,
X, Taf. V, 12, in den Terra mare-Lagern der Emilia (ebenda XIV, Heft G, Taf. II,
34—38), im Torfmoore von Mercurago und der Marniera Reggiano (ebenda XIV,
Heft 1, Taf. I, 1, II, 7) ; bei Langensalza, Lind enschm i t, Alterth. uns. heid.
Vorz. Heft VI, Taf. 2, 1, in der Hohle vor Beuron, Ders. Alterth. d. fürstl. Hohenzoll.
Samm. zu Sigmaringen Taf. XXIV, 1; bei Hannover, Lüneburg, auf der Insel
Wight, in der Themse bei Richmond und in Irland, Kemble, Horae ferales, pl. VII,
16-19, X, 6, 7.