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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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v.  Sacken

rippe  und  ist  bis  an  die  Spitze  hohl.  In  einer  befand  sich  noch  ein
Stückchen  des  Schaftes  in  verkohltem  Zustande  —  ein  Beweis,  dass
die  Lanze  im  Feuer  war,  wahrscheinlich  beim  Unter-Fig’,
  4.
gang  der  Ansiedlung  —  und  zAvar  aus  dem  obersten
Ende  der  Tülle,  woraus  ersichtlich  wird,  wie  sorgfältig
man  das  Holz  zuspitzte,  damit  es  den  ganzen  Raum  ausfüllte. ­

3.  Dolche  und  Messer.  Die  Anzahl  flacher
unten  breiter,  nach  oben  zugespitzter  Klingen,  von
Fig.  3.  denen  viele  als  Werkzeug  und  Waffe
gedient  haben  mögen,  ist  sehr  gross.
Von  besonderer  Form  ist  ein  Dolch
(Fig.  4)  mit  schilfblattförmiger,  geschweifter ­
  Klinge,  mit  einem  erhobenen ­
  Grat  in  der  Mitte,  beiderseits
seicht  gekehlt,  wie  sie  den  Schwertern
der  Bronzeperiode  (auch  griechischen)
||  j  j|^  eigentümlich  ist.  Die  Länge  der  Klinge
beträgt  6y s  Zoll,  die  Breite  unten  bei
der  Einziehung  8,  bei  der  Erweiterung
gegen  die  Spitze  zu  10  Linien.  Die
Griffangel  ist  in  einem  mit  derselben
II  mir  gegossen,  sie  hat  erhobene  Ränder,
welche  die  beiderseits  aufgelegte  und
mit  zwei  Nieten  befestigte  Bein-  oder
Holzverkleidung  einfassten.  Die  Länge
yoii  2‘/ 3  Zoll  entspricht  der  Grifflänge
der  Bronzeschwerter  und  gestattet
in  Übereinstimmung  mit  diesen  den
sicheren  Schluss  auf  eine  besondere
Kleinheit  der  Hände  des  Volkes,  für  welches  diese  Waffen  bestimmt
waren,  da  man  doch  nicht  ännehmen  kann,  dass  unhandsame  in
solcher  Anzahl  angefertigt  oder  eingehandelt  worden  wären.  Die
Klingen,  von  denen  die  Hauptformen  unter  Fig.  5—8  anschaulich
gemacht  sind,  haben  theils  eine  in  der  Mitte  ausgebogene  Form,
während  sie  sich  nach  oben  und  nach  unten  zuspitzen,  theils  sind
sie  unten  am  breitesten  und  verjüngen  sich  mehr  oder  weniger
steil  zu  einer  scharfen  oder  abgerundeten  Spitze  bei  geraden
            
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