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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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v.  Sacken

oder  der  Umstand,  dass  man  alte  Geräthe  einschmolz  und  Kupfer
dazu  gab,  zu  erklären  sein.  „
Die  Gegenstände  sind  Waffen,  Werkzeuge  und  Geräthscliaften,
  endlich  Schmucksachen.  Die  ersteren  Kategorien
lassen  sich  schwer  sondern,  da  manche  schneidende  Geräthe  ohne
Zweifel  zu  verschiedenen  Zwecken,  als  Waffe  und  Werkzeug  gebraucht ­
  wurden,  wie  wir  noch  heut  zu  Tage  sehen,  dass  bei  ärmeren ­
  Völkern  ein  Instrument,  z.  B.  das  Messer,  die  Axt  die  verschiedenen ­
  Dienste  versehen  muss  und  zugleich  die  natürlichste  Waffe
abgibt.  Die  wichtigsten  Objecte  sind  folgende:
1.  Beile,  sogenannte  Streitmeissei  oder  Palstäbe  mit  flacher
Schaftbahn  und  Lappen  zur  Befestigung  an  einen  eingeschnittenen
oder  etwas  gespaltetem  Stiel  O-Es  liegen  deren  sechs
von  verschiedener  Grösse  und  Gestalt  vor.  Eines
ist  von  der  gewöhnlichen  Form  (Fig.  1),  mit  stark
gekrümmter  Schneide,  am  Stielende  halbmondförmig,
8  Zoll  lang,  vorne  2  Zoll  breit;  ein  zweites  S  Vs  Zoll
lang  mit  gerader,  1  Zoll  7  Linien  breiten  Schneide,
die  durch  ihre  Scharten  deutliche  Spuren  des  Gebrauches ­
  zeigt;  die  hornartigen  Ansätze  am  hinteren
Ende  sind  hier  ganz  zusammengeklopft.  Diese  Form
kommt  fast  in  allen  Ländern  Mittel-Europa’s,  besonders ­
  in  den  von  keltischen  Völkern  bewohnten  vor,
ganz  ähnliche  Stücke  in  den  Terramare-Lagern  der
Emilia 2 ),  im  Torfmoore  von  Bosisio 3 ),  in  Bheinbaiern
 4 ),  in  der  Schweiz  bei  Thun 5 ),  im  Donaustrudel, ­
  in  den  Gräbern  von  Hallstatt,  bei  Neutra,  in
Böhmen  u.  s.  w.,  eben  so  wie  in  Dänemark  gefunden.
Eines  von  derselben  Grundform  und  von  ganz  gleichem ­
  Metalle,  8  Zoll  lang,  erweist  sich  als  ein  misslungener ­
  Guss.  Der  Schafttheil  ist  nämlich  ganz  unvollständig

1)  Die  Art  der  Schäftung-  zeigen  die  im  Salzstocke  zu  Hallein  hei  Salzburg  gefundenen
Stücke,  die  noch  in  den  Spalt  des  spitzwinkelig  gebogenen  Stieles  eingeklemmt  sind;
sie  wurden  sonach  wie  kleine  Äxte  gehandhabt.
2 )  Mitth.  d.  antiq.  Gesellsch.  in  Zürich  XIV,  Heft  6,  Taf.  111,  13.
3)  Ebenda  Heft  1,  Taf.  II,  20.
4 )  Lindenschmitt,  Die  Alterthümer  unserer  heidnischen  Vorzeit,  Heft  I,  Taf.  IV,  36.
5 )  Bonstetten,  Receuil  des  antiquites  suisses,  PL  II,  1.
            
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