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v. Sacken
Raum verbreitet, bei c' aber waren sie in bedeutender Menge angeliäuft.
Von Steingerätlien kam ein einziges Stück vor, eine Scheibe
von 3 Zoll Durchmesser, in der Mitte 1 Zoll dick, am Rande nur
3 Linien und mit einer ganz herumgehenden, tiefen Rinne versehen,
aus Granit i). Ähnliche discusartige Steine, bisweilen von ovaler
Form, wurden häufig in nordischen Gräbern, auch im Pfahlbau am
Steinberg bei Niedau im Bieler-See und in dem von Estavayer im
Neuenburger-See gefunden; man nennt sie gewöhnlich Schleudersteine,
jedoch wird diese Bestimmung mit Recht angezweifelt, da
hierzu die Form gar nicht geschickt erscheint und es nicht anzunehmen
ist, dass man einem blossen Wurfstein eine so sorgfältige
Bearbeitung und Glättung mit Aufwand grosser Mühe zu Theil werden
liess; vielmehr dürften derlei Steine bei der Weberei Anwendung
gefunden haben, denn die Rinne um den Rand diente offenbar
als Bahn für eine Schnur und die Bestimmung des dem Garda-See
enthobenen als Rolle scheint ziemlich ausgesprochen. Natürlich
berechtigt uns dieses einzelne Stück noch nicht zur Annahme, dass
es der Steinzeit angehöre und die Entstehung des Pfahlbaues in
dieser Periode ihren Anfang genommen habe? denn wenn auch im
Norden derartige Disken in Verbindung mit anderen Steingeräthen
in Gräbern Vorkommen, so kann gerade ein solches Geräth ziemlich
in jeder Zeit angefertigt worden sein.
Sehr beträchtlich ist die Anzahl der ausgehobenen Bronzegegenstände;
trotzdem in früheren Jahren viele von den Arbeitern
verkauft, andere an verschiedene Personen verschenkt
wurden, liegen noch über 250 Stücke vor; fast die Hälfte stammt
von den Baggerungen im Jahre 1860, aus der ersten Periode der
Auffindung im Jahre 1831 fünfzehn Stücke. Erstere, vom Ingenieur
Lorenz gesammelt und an den k. k. Oberstlieutenant im Geniestabe
R. Freiherrn v. Tür kheim abgegeben, wurden von diesem
dem k. k. Antikencabinete grossmüthigst zur Disposition gestellt.
Herr Hauptmann J. Kostersitz machte seine in den Jahren 1861
1) Sie befindet sieb unter den vom Oberlieutenant v. S i I her an Dr.K e II e r eingesandten
Stücken; abgebildet in dessen Pfahlbaubericht, Mittb. d. antiq. Gesellsch. in Zürich,
XIV, 6. Heft, Taf. VI. 12. ,