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v. Sacken
wilden Land- und Sumpfpflanzen: Carex spec. (Riedgras), eine
Cyperacea, Amaranthus Blitum, Verbennu officinalis (gemeines
Eisenkraut), Spergula arvensis (Spork), Stellaria media (Sternkraut,
Hühnerdarm), Caryopliyllacea, Ranunculus bulbosus (knolliger
Hahnenfuss). d. Wasserpflanzen: Cham spec. (Armleuchter),
Potamogeton perfoliatus (Leichkraut).
Von den überaus zahlreichen Haselnüssen fanden sich nur verletzte
Früchteschalen vor, keine einzige ganze; es ist daher anzunehmen,
dass sie gewaltsam geöffnet, die Kerne verspeist und die
Schalen in’s Wasser geworfen wurden, da sich sonst das Zerbrechen
so vieler Exemplare kaum erklären Hesse. Die Kerne der Kornellkirsche
sind ebenfalls sehr häufig; ohne Zweifel wurde diese Frucht
wie auch die wilde Gartenerdbeere (sogenannte Hiittelbeere), die
Himbeere und der schwarze Hollunder gegessen. Sehr merkwürdig
ist das Vorkommen der beiden Culturpflanzen Korn (Roggen) und
Weintraube, die bisher noch in keinem Pfahlbau beobachtet wurden;
es dürfte sich aus dem Umstande erklären, dass die Bewohner dieser
Gegend, wie wir später sehen werden, zu den Römern schon in
sehr früher Zeit in freundschaftlicher Beziehung standen. Sowohl
das Korn als der Traubenkern befinden sich im verkohlten Zustande,
müssen daher bei einem Brand in den See gekommen sein. Etwas
zweifelhaft erscheint die byzantinische Haselnuss, von der nur ein
Bruchstück der Schale vorhanden ist, welches allerdings eine sehr
grosse Ähnlichkeit mit dieser Frucht zeigt. Ausser den bestimmbaren
Pflanzenresten bildet die Culturschichte noch eine grosse
Menge kleiner, meist abgeriebener Stücke von Rinde, Holz, Wurzeln,
Blätter u. s. w. Ein kleines Holzstück zeigt deutliche Spuren von
Bearbeitung mit einem wenig schneidenden Instrumente. Die Holzstücke
und Kohlen von Eichen sind von derselben Art, aus welcher
auch die Pfähle bestehen.
Unter dergeringen Quantität des von mir mitgebrachten Materials
befanden sich auch zwei Knochen von Hausthieren, und zwar
nach Herrn Hofrathes v. Ilyrtl Bestimmung ein Stück einer rechtseitigen
Rippe des Hundes und das vordere Ende einer Phalanx
(Zehenglied) des rechten Fusses einer Ziege 1 ). Nach allen diesen
!) Von geringerer Bedeutung sind die Schalen einiger Wasserthiere, von Cypris spec.,
Valvata piscinalis, Vivipara vera Frauenf., Bythinia tentaoulata.