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v. Sacken
Augenmerk verwandte, die bei der weiteren Baggerung in den
Jahren 1861 und 1862 vorkommenden Bronzegegenstände sorgfältig
sammelte und einen ausführlichen Bericht über seine Beobachtungen
verfasste.
Endlich begab ich mich im Juli d. J. nach Peschiera, um vorläufig
die ganzen Fundverhältnisse, insbesondere die Schichten, in
denen Überreste menschlicher Cultur Vorkommen, kennen zu lernen,
und stellte desshalb an einer noch unberührten Stelle eine Baggerung
mit Schaufeln an, die sich durch alle Lagen bis auf den Untergrund
erstreckte und verschiedenartige, für eine ehemalige Ansiedlung im
See sehr charakteristische Funde ergab.
Die Stelle, welche bis jetzt gebaggert ist, liegt an der südlichsten
Spitze des Garda-Sees, dicht neben dem Ausflusse des Mincio,
von diesem SO—100 Klafter in östlicher Richtung entfernt; ihr
Flächenraum beträgt 2660 Quadratklafter; fast gerade vor dem
Ausflusse liegt die von mir untersuchte Stelle p von ungefähr
6 Quadratklaftern.
Die hier beobachteten Verhältnisse und Funde erweisen sich
denen der Schweizer Pfahlbauten vollkommen analog. Allerdings
liegt die Pfahlstelle dem Ufer näher, als es gewöhnlich der Fall ist,
nämlich in weitester Entfernung 6S, in nächster nur 10 Klafter,
allein es ist hier die stetige Inselbildung und der Umstand zu berücksichtigen,
dass die Festungsmauern, um eine constante Wassertiefe
zu gewinnen, über das feste Ufer hinausgerückt wurden, es ist sonach
anzunehmen, dass der Ort einst weiter vom Lande entfernt war
als jetzt. Auch an manchen Pfahlbaustationen der Schweizer-Seen
ist die Distanz keine grössere, bisweilen (wie am Neuenburger-See)
reichen die Pfähle bis an's Land.
Nach Angabe des Herrn Hauptrnanns Kostersitz stand im
ganzen Raume ab cf eine grosse Menge von Pfählen in unregelmässigen
Gruppen, aus denen sich kein bestimmtes System der Anordnung
erkennen liess, 2, 3 bis 4 Fuss von einander entfernt. Oft
waren die Distanzen auch bedeutender und überhaupt scheinbar
Lücken, die aber nicht immer aus dem Mangel an Pfählen, sondern
aus dem Umstande zu erklären sind, dass die aus weichem Holz
bestehenden, vermoderten Pfähle beim Ausbaggern durchstochen und
die Stücke mit dem Schlamme, von dem sie kaum zu unterscheiden
sind, unbeachtet beseitigt wurden. Am dichtesten standen sie zwi-