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v. Sacken
Art des Vorkommens zahlreicher Pfähle mit Artefacten und anderen
Spuren der längeren Anwesenheit von Menschen auf dieser Stelle
in vorchristlicher Zeit, zu dieser Annahme berechtigen. Allerdings
ist gerade hier, dicht hei einer sehr alten^ vielleicht schon in spät
römischer Zeit gegründeten Festung doppelte Vorsicht geboten, da
allerlei Verhältnisse stattgefunden haben können, durch die eine
Täuschung um so eher möglich ist.
Im Folgenden stelle ich die bisherigen Ergebnisse nach den
Berichten des Herrn Hauptmanns imGeniestabe Joseph Kostersitz,
und anderer Augenzeugen, nach meinen eigenen an Ort und Stelle
vorgenommenen Untersuchungen und nach den gemachten Funden
zusammen, den endgiltigen Schiedsspruch dem Resultate weiterer
Nachforschungen anheimstellend.
Unweit der Festung, und zwar am südwestlichen Seeufer bei j
(s. den Plan) wurde im Jahre 1830 eine Ufermauer erbaut, bei
deren Fundirung viele Stücke von derben Thongefässen gefunden
wurden, denen man aber weiter keine Beachtung schenkte. Sie
sollen nach dem Ausspruche bei dem Bau beschäftigter Personen
mit den später im See gefundenen identisch gewesen sein. Es ist
diese Stelle wegen der Richtung und wahrscheinlichen Ausdehnung
des Pfahlbaues von Bedeutung.
Beim Ausbaggern eines Zufahrtscanales für die Flottille im
Jahre 1851 stiess man zwischen eh und dg auf einem Raume von
ungefähr 1000 Quadratklaftern auf zahlreiche Pfähle und hob eine
namhafte Anzahl von Bronzegegenständen heraus; erstere wurden
meist verbrannt, letztere grossentheils von den Arbeitern verschleppt
und im Gewichte von 15—20 Pfund nach dem Metalhverthe verkauft.
Eine kleine Sammlung legte der mit der Leitung der Arbeiten betraute
Major des Geniestabes Amerling an, von der 10 Stücke in das
k. k. Antikencabinet gelangten. Über den Fund und das Vorhandensein
von vielen theils vermorschten, theils im Wasser erhärteten Pfählen
in einer Tiefe von 6 — 7 Fuss unter dem Wasser, liegt die schriftliche,
von Major Amerling bestätigte Aussage des Contrahenten
der Arbeiten Giuseppe Danieli vor. Die erwähnten Bronzeobjecte,
so wie einige von damals anwesenden Arbeitern nachträglich acquirirte
sind vollkommen mit den später gefundenen übereinstimmend.
Die dritte Fundperiode von Alterlhümern im See beginnt mit
dem Jahre 1860, Indem nämlich eine Kriegsflottille geschaffen und