der Krakauer Universitäts-Bibliothek.
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versio Vratislaviensis (Homeyer, D. Rb. 11—14 u. S. Sp. I. 35 fg.),
welche von Homeyer für seine Ausgabe des s. Landrechtes bei einzelnen
Stellen herangezogen wurde, tlieils um den Charakter derselben
zu belegen, theils um den übersetzten Text selber erläutern
zu helfen. Hiezu wurde der Heinrichauer Codex benützt. (Horn. S-Sp.
I, 97.) Nach einer Vergleichung aller von Homeyer (D. Rb.
13. 14 u. S. Sp. I. 59. 60. 87 u. a.) angeführten Stellen dieser
Übersetzung stimmt die im Krakauer mit der im Hinrichauer Codex,
abgesehen von wenigen unbedeutenden Abweichungen, wie z. R. in
I. 4. vanus statt gnavus, in III. 27 fuerurit statt sunt, überein. E$ ist
daher hier auf eine genauere Reschreibung dieses Textes nicht
weiter einzugehen nöthig. (S. auch Gaupp, Magd. R. 187 fg. und
Stobbe, Gesch. d. d. R. Qu. I. 365.) Für die Beantwortung der
Frage nach dem Verfasser dieser Übersetzung ist aus dem Krakauer
Codex nichts zu entnehmen. Diese versio Vratislaviensis enthält, nebst
der von Sandomir, auch ein Codex der Ossolinskischen Bibliothek,
dessen Beschreibung für eine spätere Gelegenheit Vorbehalten
werden muss.
B. Ohne Unterbrechung folgt auf S. 135 auf das sächsische
Landrecht eine latein ische Fassung des Lübecker Rechtes in
82 Artikeln bis auf S. 154 b. Sie beginnt mit der Rubrik: Quomodo
quilibet uir possit acquisita bona sua dare . . . hec enim sunt
iura de hvbek und dem Artikel: Vir habet liberum arbitrium inpignorandi
vendendi dandi euicunque uult proprietates rerum sibi conquisitarum
und schliesst mit dem Artikel: De eo qui se ipsum interficit.
Si quis sui ipsius homicida fuerit quod deus auertat uel per
sententiam decollatus aut suspensus fuerit heredes ipsius omnem
suam hereditatem integraliter possidebunt. Auch der Heinrichauer
Codex enthält ein lateinisches Lübecker Recht im unmittelbaren
Anschluss an das lat. sächs. Landrecht und wurde dieses von Hach,
Das alte lübische Recht S. 185 — 228 nach einer durch Gaupp
besorgten Abschrift verglichen. Eine Vergleichung der Krakauer
Fassung mit der Collation bei Hach zeigt, dass auch bezüglich des
Lübecker Rechtes zwischen dem Krakauer und dem Breslauer Codex
wesentliche Übereinstimmung besteht.
C. Seite 155. Hic incipiunt iura feodalia latino sermone. Quoniam
in prima parte huius libelli etc. folgt bis auf Seite 230 eine
lateinisch eÜbersetzungdes sächsischen Lehen rechtes,
Sitzli. d. phil.-liist. CI. XLVIII lid. I. Hft. 18