Über die Quelle des altfraiizösiscben „Dolopäthns“.
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Last; bald wird sie ihm ganz unfühlbar. Er langt in Rom an, und
geht zur Tiberbrücke, wo der Papst mit seinen Cardinälen sitzt.
Das dicht gedrängte Volk zertheilt sich und macht der wunderbaren
Erscheinung Platz, dem Sünder mit dem Todten auf dem Rücken.
Er beichtet seine Schuld; der Papst erklärt aber, ihm den Ablass
nicht geben zu können: „Te qua ratione solvam, quem visibiliter
Deus ligat? Sieli nun diesen Ring, betrachte ihn wohl, auf dass
du ihn wieder zu erkennen vermögest; wenn du ihn mir zurückbringst,
will ich dir die Absolution ertheilen.“ Und mit diesen Worten
schleudert der Papst den Ring in die Tiber hinunter. Der arme
Sünder ist der Verzweiflung nahe; doch bald ermannt er sieh, er
hat Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes und zieht weiter gegen
das heilige Land. Au das Meer gelangt, findet er drei Fischer,
welche gerade beschäftigt waren, ihre Netze zu trocknen und auszubessern.
Er bittet um ein Almosen, worauf einer der Fischer ihm
zuruft, dort im Korbe neben dem Feuer sich den grössten Fisch
auszusuchen; er möge diesen aber sorgfältig ausweiden, denn er
würde in ihm vielleicht etwas Angenehmes finden. Der arme Pilger
befolgt den Rath und in den Eingeweiden des Fisches findet er den
Ring des Papstes. Vor Schrecken und Freude fällt er in Ohnmacht,
und als er endlich durch die sorgsame Pflege des Fischers seine
Sinne wieder erlangte, sagt ihm dieser: „Nun geh’ zurück nach Rom,
zeige dem Papste seinen Ring und bitte ihn um Ablass. Weigert er
ihn dir, so kündige ihm seinen baldigen Tod an; was dich aber
betrifft, so magst du sofort von deiner Last befreit werden, und
deine gereinigte Seele wird die deines Gefährten im Himmel einholen.
Ich bin der heilige Petrus und die da sind Paulus und mein
Bruder Andreas.“ Als er dies gesagt hatte, verschwanden alle drei,
mit ihnen das Schiff und die Netze und der Korb. Nur das Feuer
blieb; daran kochte der Pilger seinen Fisch und stärkte sich. In
Rom angelangt, findet er den Papst, die Cardinäle und das Volk
wieder an derselben Stelle. Er reicht dem Ersten den Ring dar und
bittet um Ablass. „Wie konntest du ihn so schnell finden?“ — „Der
heilige Petrus half mir; er schickt mich zu dir.“ — „Warum sprach
er dich nicht sofort selbst von deiner Schuld frei?“ — „Auf dass der
Ruhm Gottes vor dem versammelten Volke verkündet werde.“ —
„Ich vermag dich nicht loszusprechen. Quem Petrus non absolmt
cum valuit, hunc absolvere nee ego possum.“ — „Nun wisse, dass